ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001GKV: Urteile zur Organspende

Versicherungen

GKV: Urteile zur Organspende

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): [91]

Buner, Wiebke

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LNSLNS -Kauft sich ein nierenkranker gesetzlich Krankenversicherter, der in Deutschland vergeblich auf die Transplantation einer Niere gewartet hatte, im Ausland (hier: in Indien) eine Niere (hier: zum Preis von 35 000 US-Dollar), so braucht die Krankenkasse die Kosten nicht zu übernehmen, weil „Organspenden gegen Entgelt mit der Wertordnung des Grundgesetzes nicht vereinbar“ sind. (Bundessozialgericht, Az.: 1 RK 15/95)
-Zahlt der Empfänger einer Niere an den Spender (hier: seinen Bruder) eine Prämie von 55 000 DM, so muss die gesetzliche Krankenkasse diesen Betrag nicht ersetzen, sondern hat sich auf die Übernahme der Kosten zu beschränken, die durch die Nierentransplantation entstanden sind. (Bundessozialgericht, Az.: 1 RK 15/95)
- Die Verpflichtung einer gesetzlichen Krankenkasse, die bei einer Nierentransplantation anfallenden Kosten (für das Mitglied wie auch für den Organspender) zu übernehmen, gilt nicht für spätere Nierenerkrankungen des Spenders, die mit der Entnahme seiner Niere nicht im Zusammenhang stehen. (Landessozialgericht Niedersachsen, Az.: L 4 Kr 178/94) WB

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