ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2001Budgetablösung: KBV für zügige Umsetzung

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Budgetablösung: KBV für zügige Umsetzung

Dtsch Arztebl 2001; 98(25): A-1648 / B-1416 / C-1312

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LNSLNS Kassenärzte wollen in diesem Jahr Vereinbarungen mit den Kassen treffen.
Die Kassen sollten bereits im Jahr 2001 mit uns konkrete Vereinbarungen treffen, damit das Arzneimittelbudget-Ablösegesetz 2002 auch umgesetzt werden kann.“ Das forderte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, nach einem Gespräch mit Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt und Vertretern der Spitzenverbände der Krankenkassen am 14. Juni in Berlin. Kassen und Ärzte müssten zügig ein morbiditätsbezogenes Richtgrößenkonzept erarbeiten und bedarfsgerechte Ausgabenvolumen für Arznei-, Verband- und Heilmittel festlegen. Die KBV sei bereit, ihren Anteil an der gemeinsamen Verantwortung für die Arzneimittelversorgung zu übernehmen. „Nun wird sich zeigen, ob die Kassen es auch sind“, sagte Richter-Reichhelm.
Kassen und KBV präsentierten der Ministerin eine gemeinsame Bundesempfehlung zur Steuerung der Arznei- und Verbandmittelversorgung. Sie soll Kassen und Ärzten auf Landesebene helfen, den Ausgabenanstieg bei den Verordnungen zu dämpfen. Ein Daten-, Informations- und Beratungsmanagement soll eingeführt und die Arzneimittelversorgung anhand von Zielvorgaben bewertet werden. „Dass wir so kurzfristig eine gemeinsame Bundesempfehlung ausgearbeitet haben, belegt, dass die Selbstverwaltung handlungsfähig ist“, sagte Dr. med. Leonhard Hansen, Zweiter Vorsitzender der KBV und im Vorstand zuständig für Arzneimittelfragen.
In ihrer Bundesempfehlung rufen Kassen und Ärzte Ministerin Schmidt zudem dazu auf, den Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen zu legitimieren, innerhalb der Arzneimittelrichtlinien den Leistungsanspruch der Versicherten abschließend zu konkretisieren. Außerdem forderten sie, den Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel zu halbieren. Allein dadurch, so Hansen, könne die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung um drei Milliarden DM pro Jahr entlastet werden.

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