ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2001Palliativmediziner: Gegen aktive Euthanasie

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Palliativmediziner: Gegen aktive Euthanasie

Dtsch Arztebl 2001; 98(25): A-1649 / B-1417 / C-1313

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LNSLNS Aus dem Sterbewunsch kann ein Lebenswunsch werden.
Ein flächendeckendes gesundheitspolitisches Konzept zur Förderung der „Lebenshilfe für unheilbar Kranke im weit fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung“, fordert die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Es bestehe kein Zweifel, dass Palliativmedizin einen wichtigen Beitrag leisten könne, um die Nachfrage nach aktiver Sterbehilfe drastisch zu reduzieren. Die niederländische Regelung wird von der Gesellschaft abgelehnt: „Die Existenz, die Häufigkeit und Akzeptanz von nicht freiwilliger Euthanasie sowie die Häufigkeit von Todesfällen ohne klare Unterscheidungsmöglichkeit, ob Euthanasie mit oder ohne ausdrückliches Verlangen des Patienten erfolgte, sind deutliche Anzeichen für den in Holland bereits eingetretenen Missbrauch.“ Die Euthanasiebewegung in den Niederlanden, ursprünglich ein Protest gegen das entfremdete Sterben und die Macht der Medizin, habe somit paradoxerweise die Macht der Ärzte über Leben und Tod ihrer Patienten ganz erheblich erweitert. Die langjährigen Erfahrungen auf den Palliativstationen in Deutschland hätten gezeigt, dass aus dem Sterbewunsch ein Lebenswunsch werde, wenn eine adäquate Reduktion des körperlichen, psychischen und sozialen Leidens gelingt, betont die DGP.


Die Palliativmedizin bemüht sich unter anderem darum, die Schmerzen von Schwerkranken zu lindern. Foto: dpa


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