ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2001Unverträglichkeit gegenüber Dentalmaterialien: Spontanurin ungeeignet

MEDIZIN: Diskussion

Unverträglichkeit gegenüber Dentalmaterialien: Spontanurin ungeeignet

Dtsch Arztebl 2001; 98(25): A-1699 / B-1457 / C-1337

Keils, Jochen

zu dem Beitrag Bei Verdacht ist interdisziplinäre Abstimmung erforderlich von Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Hans Jörg Staehle in Heft 49/2000
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LNSLNS Der Autor vertritt die Auffassung, zur Feststellung einer Amalgam-Langzeitvergiftung sei die Untersuchung des Spontanurins Methode der Wahl mit signifikanter Aussagekraft.
Kein ernst zu nehmender Wissenschaftler wird heute noch behaupten, die Auswirkungen beziehungsweise Folgen einer Amalgam-Langzeittoxikose seien mittels einer Untersuchung des Spontanurins auf Quecksilber nachweisbar. Das Giftmaterial Quecksilber ist im Organismus fast vollständig an zelluläre Proteine (SH-Gruppen) gebunden, die im Spontanurin bekanntermaßen nicht zur Ausscheidung gelangen. Der Quecksilbergehalt des Spontanurins geht daher in der Regel selbst bei Schwerstvergifteten gegen null, was jedem Kenner der Materie bestens bekannt ist.
Die WHO hat daher bereits vor vielen Jahren eindeutig festgestellt, dass der Spontanurin zur Diagnose einer Quecksilbertoxikose absolut ungeeignet ist. In Kreisen renommierter Wissenschaftler ist diese Erkenntnis unumstritten. Als Literatur hierzu empfehle ich das „Kieler Amalgamgutachten 1997“, zu beziehen im Institut für Toxikologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Brunswicker Straße 10, 24105 Kiel.

Dr. med. Jochen Keils
Deutsches Zentrum für Amalgam-
und Zahnmetallentgiftung
Klinik Silvana
Talsperrenstraße 66a
53881 Euskirchen-Kirchheim

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