ArchivDeutsches Ärzteblatt38/1996Retrosternale Schmerzen: Kriterien für die Verlegung von Patienten auf die Intensivstation

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Retrosternale Schmerzen: Kriterien für die Verlegung von Patienten auf die Intensivstation

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LNSLNS Patienten, die mit retrosternalen Schmerzen in der Notaufnahme aufgenommen werden, bestehen aus einer heterogenen Gruppe. Zwischen 1984 und 1986 wurden 10 682 Patienten untersucht. In dieser amerikanischen Multicenterstudie wurde versucht, bei diesem Patientenkollektiv die Faktoren zu identifizieren, die auf einen komplizierten Verlauf mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung hindeuten. Dabei ließen sich neben typischen Veränderungen im Elektrokardiogramm wie ST-Strecken-Elevation, QZacken und ischämischen Erregungsrückbildungsstörungen weitere klinische Symptome wie pulmonale basale Rasselgeräusche, niedriger systolischer Blutdruck (< 110 Millimeter Hg) und Aggravation der Angina-pectorisSymptomatik als bedeutsam für die Neigung zu Komplikationen im weiteren Verlauf herausarbeiten. Darüber hinaus stellten Ereignisse wie Kammerflimmern, Herzstillstand, AV-Block, Ateminsuffizienz und therapierefraktäre Angina pectoris, die innerhalb der ersten zwölf Stunden nach Klinikaufnahme auftraten, selber das höchste Risiko für das Auftreten weiterer Komplikationen dar. Die Autoren der Studie empfehlen daher ein risikostratifiziertes Vorgehen mit Berücksichtigung der genannten Symptome und Befunde, sowohl bei Klinikaufnahme als auch innerhalb der ersten zwölf Stunden bei Patienten mit retrosternalem Beschwerdebild. acc
Goldman, L., et al.: Prediction of the need for intensive care in patients who come to emergency departments with acute chest pain. N Engl J Med 1996; 334: 1498-1504
Dr. Goldman, Dep. of Medicine, University of California San Francisco, School of Medicine, 505 Parnassus Ave., San Francisco, CA 94143, USA

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