ArchivDeutsches Ärzteblatt38/1996Der Effekt von Vitamin E bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit

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Der Effekt von Vitamin E bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit

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LNSLNS Es wird vermutet, daß Vitamin E einen präventiven Effekt auf die Atheriosklerose hat, indem es die Oxidation von low-density Lipoproteinen inhibiert. So scheint eine Behandlung mit 400 bis 800 IU Vitamin E täglich bei Patienten mit angiografisch nachgewiesener Koronarsklerose die Zahl der Herzinfarkte zu verringern. Dieser vorteilhafte Effekt setzte etwa nach einem Jahr der Einnahme ein, wie eine doppelblinde Studie mit insgesamt 2 002 Patienten mit koronarer Herzkrankheit zeigte, von denen die eine Hälfte aTocopherol (Vitamin E) und die andere Hälfte ein Plazebo erhielt. Beide Gruppen waren hinsichtlich Alter, Schwere der Gefäßerkrankung, Blutdruckwerten, Gewicht, Familienvorgeschichte und medikamentöser Therapie ungefähr identisch. Während sich das Risiko für einen Herzinfarkt bei der a-Tocopherol-Gruppe nach etwa 200 Tagen um 77 Prozent verringerte, erhöhte sich das Risiko für Todesfälle durch kardiovaskuläre Ursachen innerhalb dieser Zeit. Die höhere Zahl an Herztoten in der Studiengruppe war zwar statistisch nicht signifikant, sollte jedoch nach Ansicht der Autoren unbedingt weiter untersucht werden. silk
Stephens NG, Parsons A, et al.: Randomised controlled trial of vitamin E in patients with coronary disease: Cambridge Heart Antioxidant Study (CHAOS), Lancet 347, 1996, 781- 786
Dr. Nigel G. Stephens, Cardiology Department, Northwick Park Hospital, Harrow, Middlesex HA1 3UJ, Großbritannien

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