ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2001Rückentraining: Neues Honorarmodell

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Rückentraining: Neues Honorarmodell

Dtsch Arztebl 2001; 98(25): [71]

BK

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Von den Berlin-Kölnischen Kran­ken­ver­siche­rungen (BKV), Köln, wird erstmals ein medizinisches Rückentraining als physikalische Therapie anerkannt, das somit nicht über die Ärztliche Gebührenordnung abzurechnen ist, sondern mit einer Fallpauschale vergütet wird. Das wurde durch eine Kooperation der privaten Kran­ken­ver­siche­rung mit dem Forschungs- und Präventionszentrum Köln (FPZ) möglich. Der Patient kann nun eine Behandlung seiner Rückenschmerzen in Anspruch nehmen, ohne dass für die Kran­ken­ver­siche­rungen gebührenrechtliche Probleme oder hohe Kosten entstehen.
Für BKV-Versicherte wird vom FPZ ein Leistungspaket bereitgestellt, das aus drei oder fünf Maßnahmen besteht, die systematisch aufeinander aufbauen. Liegt bei einem Versicherten eine definierte medizinische Indikation vor und weist er Defizite der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur auf, wird er zunächst mit dem „Dreierpaket“ therapiert. Auf eine biomechanische Funktionsanalyse der Wirbelsäule folgt dabei ein 24 Therapieeinheiten umfassendes Aufbauprogramm und anschließend eine weitere Wirbelsäulenanalyse. Sind die muskulären Defizite damit noch nicht beseitigt, schließen sich ein weiterführendes Aufbauprogramm mit zwölf Behandlungseinheiten und eine dritte Funktionsanalyse an.
39 Vertragspartner
Das Konzept wurde von einem multiprofessionellen Expertennetzwerk unter Leitung des FPZ entwickelt. Therapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation der Deutschen Gesellschaft für manuelle Medizin führen die individualisierte Behandlung in Einzel- oder paarweiser Betreuung durch.
Bisher sind der Kooperation bundesweit 39 FPZ-Einrichtungen angeschlossen. Das von den BKV geschaffene Therapie- und Honorarmodell kann auch von anderen privaten Krankenversicherern übernommen werden. BK
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema