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Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1716 / B-1452 / C-1352

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LNSLNS Studien zum Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen vorgestellt.
Der Zigaretten- und Alkoholkonsum ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Besorgnis erregend sei aber die Zunahme des unkontrollierten „Rauschtrinkens“ bei Jugendlichen, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, bei der Vorstellung der „Repräsentativerhebung zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland 2000“. Die Studie wird im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit alle zwei bis fünf Jahre erstellt und erfasst die 18- bis 59-Jährigen. Danach haben im letzten Jahr 21,8 Prozent der West- und 11 Prozent der Ostdeutschen zumindest einmal im Leben illegale Drogen genommen, meist Cannabis. Im Osten hat vor allem der Ecstasy-Konsum zugenommen.
Gleichzeitig stellte die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Dr. Elisabeth Pott, die Ergebnisse der Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2001“ vor. Diese beobachtet in Abständen von drei bis vier Jahren die Konsummuster der 12- bis 25-Jährigen. Erfahrungen mit Alkohol, Tabak und illegalen Drogen sind danach unter Jugendlichen weit verbreitet, beschränken sich aber meist auf das Experimentieren. Regelmäßiger Konsum sei langfristig rückläufig, sagte Pott. Der Drogenkonsum dürfe jedoch aufgrund der riskanten Konsummuster einiger Jugendlicher nicht bagatellisiert werden. So wird die Kampagne der BZgA „Kinder stark machen“ fortgesetzt und anlässlich der Love-Parade das Internet-Projekt „drugcom“ gestartet.
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