ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2001Pharmaverband: Gegen Positivliste

AKTUELL

Pharmaverband: Gegen Positivliste

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1720 / B-1455 / C-1355

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BPI sieht Verstoß gegen Europarecht.
Der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) forderte bei seiner Haupt­ver­samm­lung in Berlin Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt auf, die Veröffentlichung einer Vorschlagsliste für erstattungsfähige Medikamente zu unterbinden und die Arbeiten an der Positivliste einzustellen. Der Verband ist der Ansicht, dass das derzeitige Verfahren gegen die EU-Transparenzrichtlinie verstößt. Schmidt hatte zuvor erklärt, die Vorschlagsliste könne als „Aufschlag“ zu einer Qualitätsdebatte mit der Pharmaindustrie dienen.
Zugleich präsentierte der BPI die Ergebnisse einer Emnid-Umfrage. Danach lehnen zwei Drittel der Bundesbürger die Positivliste ab. Mehr als die Hälfte befürchtet dadurch eine unzureichende Versorgung und eine Zwei-Klassen-Medizin. Das Meinungsbild unterstütze die Position des BPI, auf die Positivliste zu verzichten, sagte der Verbandsvorsitzende Dr. Bernd Wegener. Der BPI biete stattdessen seit langem der Politik und der Fachöffentlichkeit die Debatte um evidenzbasierte Medizin und die Nutzenbewertung von Arzneimitteln an.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema