ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2001Ethikräte weltweit: Europa hatte die Nase vorn – vor den USA

POLITIK

Ethikräte weltweit: Europa hatte die Nase vorn – vor den USA

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1727 / B-1460 / C-1360

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LNSLNS „Vielen Menschen in Mitteleuropa erscheint die Bioethik als ein Import aus den Vereinigten Staaten. Dieser Eindruck ist aber in mancherlei Hinsicht nicht zutreffend. Als sich Bill Clinton entschloss, für den Bereich der Bioethik ein ständiges Komitee auf Bundesebene einzurichten, folgte er damit einer Entwicklung, die Schweden, Dänemark, Luxemburg, Italien, Norwegen, Portugal und Belgien schon vollzogen hatten ...
Die weitaus meisten teilen die Ernennungsbefugnis für die Mitglieder zwischen mehreren Verfassungsorganen oder auch Forschungs- und Lehreinrichtungen auf; andere wie Norwegen oder Italien versuchen, durch Festschreibung der zu berücksichtigenden Disziplinen und Weltanschauungen Pluralität sicherzustellen... Die Ethikräte im europäischen Ausland sind keine Organe der Gesetzgebung. Dennoch wirken einige von ihnen auf die Gesetzgebung ein, indem sie gefragt oder ungefragt Regelungslücken aufzeigen, gesetzgeberisches Handeln anmahnen, Entwürfe diskutieren und kommentieren... Für alle gilt, dass sie nicht den Schlusspunkt einer Debatte markieren, sondern ein bioethisches Forum allererst eröffnen.“
Zitiert aus: Informationsbrief 1/2001, herausgegeben vom Institut für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn
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