ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2001Beitragssatz: Frechheit

BRIEFE

Beitragssatz: Frechheit

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1739 / B-1493 / C-1385

Reiß, Fred

Zu dem Beitrag „Mindestbeitragssatz in der GKV: Ein Kompromiss mit absurden Folgen“ von Jens Flintrop in Heft 19/2001:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS . . . Der jetzige Mindestbeitrag sorgt dafür, dass nicht noch mehr junge und gesunde Menschen in die billigen virtuellen Kassen abwandern werden. Diese Bewegung hat den anderen Kassen Verluste in Milliardenhöhe gebracht. Unter anderem dadurch sind unsere Entgelte nur noch so hoch wie 1982 (Scheinschnitt). Dadurch schwebt über uns der Arzneiregress. Wir haben jeden Tag den Kampf mit den Patienten, weil alles rationiert wurde und wahrscheinlich auch in Zukunft weitere Einschränkungen folgen. Ich bin der Meinung, dass es endlich Zeit wird, dass unsere ärztliche Leistung von allen Krankenkassen gleich bezahlt wird. Das Gemeine an der Situation in Berlin ist ja, dass der Punktwert der BKK Verkehrsbau bei 5,5 Pfennig, bei der BEK bei zirka 8 Pfennig liegt. Das sind immerhin 45,45 Prozent mehr. Konkret heißt das, dass wir bei einem Hausbesuch von der BEK bei 400 Punkten zirka 32 DM, von der BKK Verkehrsbau aber nur 22 DM erhalten. Die Patienten sparen nicht nur Geld, sie können sogar selbstverständlich erwarten, dass wir alles billiger machen müssen. Im Grunde „verdienen“ sie also doppelt auf unsere Kosten. !
Ich finde es daher eine Frechheit uns Ärzten und den Patienten gegenüber, wenn der Kommentator diese Idee ordnungspolitisch „unsinnig“ findet . . .
Dr. med. Fred Reiß, Drakestraße 44, 12205 Berlin
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema