BÜCHER

Molekulare Medizin

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1743 / B-1476 / C-1375

Bartram, Claus R.; Kulozik, Andreas E.; Hentze, Matthias W.; Hagemeier, Christian

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LNSLNS Molekulare Medizin
Komprimierte Zusammenfassung


Andreas E. Kulozik, Matthias W. Hentze, Christian Hagemeier, Claus R. Bartram: Molekulare Medizin. Grundlagen – Pathomechanismen – Klinik. Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York, 2000, XVI, 497 Seiten, 98 DM
Ein molekularbiologisches Basiswissen ist für das Verständnis vieler diagnostischer Methoden und (patho-)physiologischer Vorgänge unumgänglich. Den Autoren ist es gelungen, den Bogen von molekularbiologischen Techniken bis zu Prinzipien der Signaltransduktion auf molekularer Ebene und deren Entgleisung bei onkologischen Erkrankungen zu spannen. Dies ist bei dem Buchumfang nur mit stellenweise sehr komprimierten Darstellungen möglich, die aber von den vielen ausgezeichneten schematischen Abbildungen meistens ausreichend ergänzt werden. Verschiedene Hybridisierungstechniken wie die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung, Screening von Genbibliotheken, Northern- und Southern-Blot, aber auch die Polymerase-Kettenreaktion sowie das Prinzip von Restriktions-Fragment-Längen-Polymorphismen werden vorgestellt. Ohne technische Details zu betonen, erläutern die Autoren die zugrunde liegenden Prinzipien, wobei an einigen Stellen die Kürze etwas zulasten der Verständlichkeit geht.
Hereditäre und onkologische Erkrankungen, Themen, die für den Arzt von besonderem Interesse sind, werden eingehend behandelt. Auch hier werden mithilfe von Beispielen wiederkehrende Pathomechanismen erläutert. So erfährt der Leser, dass bei Chorea Huntington durch eine Expansion von Nukleotiden eine zusätzliche Eigenschaft (gain of function) entsteht, während bei einigen Krebserkrankungen durch die Inaktivierung von Genen ein Funktionsverlust (loss of function) und somit, im Fall eines Tumorsuppressorgens, ein unkontrolliertes Wachstum resultieren kann. Zur weiterführenden Information wäre eine Literaturliste oder Internetverweise wünschenswert gewesen. Das umfangreiche Glossar wird sicherlich oft genutzt werden. Stephan Mertens
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