ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2001Blindencomputer: Kosten sind voll absetzbar

VARIA: Wirtschaft

Blindencomputer: Kosten sind voll absetzbar

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1765 / B-1515 / C-1272

SIS

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LNSLNS Blinde können die Kosten für einen Spezialcomputer, der mit einer besonderen Software zur akustischen Wiedergabe von geschriebenen Texten ausgestattet ist, als außergewöhnliche Belastung absetzen. Das gilt nach einem Urteil des Sächsischen Finanzgerichts (Az.: 5 K 1777/98) dann, wenn das komplette Gerät in einem Fachgeschäft für Blindenbedarf erworben wird und der Computer sehr viel teurer als ein marktüblicher normaler PC ist. Das Gericht hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Aufteilung in „normale“ Computerbestandteile und spezielle Blindenhard- und -software nicht notwendig ist.
Im Urteilsfall hatte ein blinder Mann ein Gerät erworben, das aus handelsüblichen Hardwarekomponenten und einer speziellen Softwareausstattung bestand. Der Computer ermöglichte es ihm, sich Druckerzeugnisse vorlesen zu lassen. Das Gerät hatte er in einem Fachgeschäft für Blindenbedarf erworben. Der Blindencomputer war in seiner Zusammenstellung und Ausstattung ausschließlich als Vorlesemaschine verwendbar. Ein Sehender hätte sich diese Anlage auch wegen des hohen Preises nicht angeschafft. Der Abzug der Kosten ist auch neben dem erhöhten Pauschbetrag für Blinde in Höhe von 7 200 DM zulässig. SIS
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