ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2001Ford Mondeo: Vorreiter für eine ganze Modellflotte

VARIA: Technik

Ford Mondeo: Vorreiter für eine ganze Modellflotte

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): A-1766 / B-1516 / C-1273

Maus, Josef

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LNSLNS Ford bringt frischen Wind in seine Produktpalette. Nach dem Focus legte auch der Mondeo einen beachtlichen Verkaufsstart hin. Das Auto ist komplett digital entstanden und lockt mit günstigen Preisen.


Die Zeit zwischen Hoffen und Bangen scheint für Ford vorbei zu sein: Alle Aufmerksamkeit der Kölner Autobauer galt zuletzt der Entwicklung und Markteinführung des neuen Mondeo, des ersten Modells einer auf fünf Jahre angelegten Produktoffensive. Der Mondeo hat seine Premiere gut überstanden und die in ihn gesetzten Erwartungen bislang erfüllt. Immerhin ist er bereits ein halbes Jahr nach dem Erscheinen national und international mit gut zwei Dutzend Preisen ausgezeichnet worden.
Die Anerkennung durch die Fachpresse geht einher mit beachtlichen Verkaufszahlen: Ende Mai lief im belgischen Gent immerhin schon der 200 000. Mondeo vom Band. Design und Technik des Vorreiters der Produktoffensive scheinen überzeugt zu haben.
Tatsächlich hat Ford sehr viel Arbeit in die Entwicklung des Mondeo gesteckt. Er ist das erste Auto, das bei Ford vollständig digital entstanden ist. Mithilfe moderner Computertechnik konnten alle erdenklichen Details konstruiert werden – und das in kürzerer Entwicklungszeit als bei allen Modellen zuvor.
Herausgekommen ist ein guter Kompromiss zwischen ansprechendem Design und diversen Nützlichkeitserwägungen. Von außen betrachtet fallen zunächst die ausgeprägten Radhäuser auf, die schon mit dem Focus eingeführt worden sind. Weitere Merkmale sind die dreieckigen Scheinwerfer, ein flach gehaltener Kühlergrill und breite Rückleuchten links und rechts von einer tief heruntergezogenen Kofferraumkante.
Der Mondeo hat ein relativ hohes Dach, ohne dass der Wagen damit plump wirken würde. Die Dachkonstruktion kommt einer vergrößerten Kopffreiheit zugute. Überhaupt ist gegenüber dem Vorgängermodell ein deutlicher Raumgewinn zu verzeichnen. Positiv bemerkbar macht sich auch das weite Aufschwingen der Türen, die das Einsteigen selbst für großgewachsene Menschen mühelos gestaltet.
Die Sitze des Mondeo sind ausgezeichnet. Sie bieten einen guten Seitenhalt und vermitteln auch bei langen Reisen ein Höchstmaß an Komfort. Über die Gepäckzuladung muss man sich ebenfalls keine Gedanken machen: Der Kofferraum des Mondeo fasst 500 Liter und dürfte damit in seiner Klasse am oberen Ende der Skala angesiedelt sein.
Im Innenraum gibt es zahlreiche Ablagen. Auch der heute fast schon übliche Getränkehalter ist vorhanden. Ein angenehmes Gefühl vermittelt das griffige Lenkrad, das vier eloxierte Speichen hat. Die Cockpiteinfassung ist aus Aluminium, die Rundinstrumente sind gut ablesbar. Alle für den Fahrer notwendigen Schalter und Hebel sind richtig platziert, die Schaltung funktioniert exakt. Einziger Wermutstropfen: Die Verkleidung der Türen macht – im Gegensatz zu den sonstigen Bauteilen – keinen besonders soliden Eindruck.
Mit dem Mondeo debütieren zwei neue Motorenfamilien: die Duratec HE-Benzinmotoren und die Duratorq DI Turbodiesel-Aggregate. Nach Herstellerangaben sind beide Maschinentypen sparsam im Verbrauch. Das Einstiegsmodell bei den Benzinern (1,8 Liter, 110 PS) benötigt im Schnitt 7,7 Liter auf 100 Kilometer, der 2-Liter-Motor mit 145 PS verbraucht mit acht Litern nur unwesentlich mehr. Beide Dieselmotoren liegen knapp unter der Sechs-Liter-Marke. Es gibt 2-Liter-Maschinen mit 90 oder 115 PS, die den Mondeo in den kleineren Gängen recht gut beschleunigen, bei höherem Tempo jedoch etwas träge wirken.
Die Diesel klingen in den ersten beiden Gängen etwas rau, bei Fahrten über die Autobahn ist jedoch kaum mehr ein Unterschied zu den Benzinern zu hören.
Bei Frontalaufprall schiebt sich die Lenksäule zusammen
Großen Wert hat Ford bei der Entwicklung des Mondeo auf die aktive und passive Sicherheit gelegt. Beim Frontalaufprall dringen die Pedale durch eine eingebaute Sollbruchstelle nicht mehr in den Innenraum ein, und die Lenksäule schiebt sich beim Aufprall um bis zu 80 Millimeter zusammen, wodurch mögliche Kopf- und Brustverletzungen reduziert werden.
Erfreulich für den Kunden ist schließlich, dass Ford auch an die Reparaturfreundlichkeit gedacht hat. Der Zeitaufwand für die 22 häufigsten Reparaturen ist geringer geworden – der Austausch einer Birne in den Frontscheinwerfern dauert beispielsweise nur noch wenige Sekunden.
Die Preise für den Mondeo beginnen bei 37 649 DM, den Diesel gibt es ab rund 40 000 DM. Josef Maus


Markante Radhäuser, dreieckige Frontscheinwerfer und ein heruntergezogener Kühlergrill dominieren die Optik des neuen Mondeo.
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