ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2001Aphorismen: Medizin für die Seele

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Aphorismen: Medizin für die Seele

Dtsch Arztebl 2001; 98(26): [96]

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LNSLNS Ärzte kranken, wenn sie krank sind, an einem Verdrängungskomplex: Entweder sie verdrängen die eigene Krankheit oder sie verdrängen die sie behandelnden Kollegen, um sich dann selbst zu therapieren.

Ein Dermatologe rettet nicht die eigene Haut, sondern die Haut anderer.

Bei Ärzten ohne entsprechende Sorgfalt wird auf die Dauer dafür gesorgt, dass der Patient Sorgenfalten bekommt.

Manche Ärzte haben sich nur einer Therapie verschrieben: Therapeutica zu verschreiben.

Heute lebt der Arzt immer mehr von den Patienten und immer weniger für die Patienten.

Wenn die Gesundheit vorgeht, geht die Uhr des Lebens nach.
Gesundheitsapostel werden häufig zu Pharisäern, die ihre eigenen Evangelien sendungsbewusst predigen.

Liebe Deine Gesundheit, und gesunde durch Liebe.

Der Gesunde erlebt seinen Körper unbewusst, der Kranke und der Sportler erleben ihn bewusst.

Beim Zahnarzt läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Stress: Es gibt Augenblicke, da möchte man sich am liebsten für tot erklären lassen, um weiterleben zu können.

Menschen ohne Rückgrat lassen sich schlecht aufs Kreuz legen.

Das Gegenteil von krankhaftem Neid ist gesunde Schadenfreude.

Träume sind Trainingseinheiten der Fantasie.

Patientenkarriere: Früher der entmündigte Patient, dann der mündige und heute schon fast der den Arzt bevormundende Patient.

Technik ist der Versuch der Menschen, von der Natur zu lernen.

Wie man an die Lösung eines Problems herangeht: Man muss gelöst von anderen Problemen herangehen!


Entnommen aus: Gerhard Uhlenbruck: Alles kein Thema! Ein Thema für alle . . . Ralf Reglin Verlag, Köln, 2000, 142 Seiten, 24,80 DM
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