ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2001Brustkrebs: Antrag vorgestellt

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Brustkrebs: Antrag vorgestellt

Dtsch Arztebl 2001; 98(27): A-1789 / B-1513 / C-1411

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LNSLNS SPD und B90/Die Grünen wollen ein flächendeckendes Mammographie-Screening-Programm.
Die Regierungsfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen stellten am 28. Juni in Berlin den Antrag „Brustkrebs – mehr Qualität bei Früherkennung, Versorgung und Forschung“ vor. Nach der Sommerpause soll er im Parlament eingebracht werden.
Der Antrag sieht die Einführung eines flächendeckenden Mammographie-Screening-Programms nach europäischen Leitlinien vor. Das Screening sei der wichtige erste Baustein der Brustkrebs-Versorgungskette, erklärte die Berichterstatterin für Frauengesundheit der SPD-Bundestagsfraktion und Mitinitiatorin des Antrags, Helga Kühn-Mengel. Die Brustkrebssterblichkeit könne durch qualitätsgesichertes, regelmäßiges Screening um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden.
Schon jetzt sollen dem Antrag zufolge die Voraussetzungen für ein flächendekkendes Screening geschaffen und die Krankenkassen verpflichtet werden, ein Programm nach den europäischen Leitlinien bis zum Jahre 2003 durch zertifizierte Mammographie-Einrichtungen einzuführen (DÄ, Heft 24/2001). Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigten, dass es keine Alternative zum flächendeckenden Mammographie-Screening gebe, betonte Kühn-Mengel. Deshalb wolle man auch nicht die Auswertung der Modellprojekte abwarten. Vor wenigen Tagen ist in Bremen das bundesweit erste gestartet. Weitere vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium geförderte Projekte sollen noch in diesem Jahr in den Regionen Weser-Ems und Taunuskreis-Wiesbaden beginnen.


Keine Alternative zum flächendeckenden Screening
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