ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2001Embryonale Stammzellen: Diskussionen zum Import

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Embryonale Stammzellen: Diskussionen zum Import

Dtsch Arztebl 2001; 98(27): A-1788 / B-1512 / C-1410

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LNSLNS US-Firma bestätigt Lieferung nach Deutschland.
Deutsche Institute haben in den letzten zwölf Monaten bereits embryonale Stammzellen aus dem Ausland erhalten. Diese Angabe machte ein Sprecher des US-Biotech-Instituts WiCell (Wisconsin) gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der wissenschaftliche Leiter des Unternehmens habe bereits 1998 eine menschliche Stammzelllinie gewonnen und kultiviert.
Unterdesssen meldeten zwei weitere deutsche Wissenschaftler ihr Interesse an, für Forschungszwecke embryonale Stammzellen zu importieren. Prof. Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover will noch in diesem Sommer eine Kooperation mit einem der weltweit drei Anbieter von Stammzelllinien anbahnen, um zu untersuchen, ob sich Stammzellen in Herzgewebe weiterentwickeln ließen. Der Molekularbiologe Prof. Peter Guss (Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen) möchte mithilfe von Stammzellen eine Therapie für Parkinson-Patienten entwickeln. Demgegenüber will der Kieler Biochemiker Prof. Stefan Rose-John angesichts heftiger Kritik zunächst auf den Import von Stammzellen verzichten, bis es eine klare Stellungnahme des Nationalen Ethikrates und der Deutschen Forschungsgemeinschaft gebe. Die Kieler Universität wollte mithilfe von – aus Australien importierten – embryonalen Stammzellen untersuchen, wie das Wachstum von genetisch gesunden Zellen beschleunigt werden kann.
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