ArchivDeutsches Ärzteblatt38/1996L-Dopa mit neuer Galenik: Schnellerer Wirkeintritt

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L-Dopa mit neuer Galenik: Schnellerer Wirkeintritt

Bischoff, Martin

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LNSLNS Levodopa, die liquorgängige Vorstufe von Dopamin, gilt allgemein als Goldstandard in der Therapie des Morbus Parkinson. Akinesen konnten damit um etwa 50 Prozent verringert werden, ein wesentlicher Schritt zu mehr Lebensqualität für die Patienten. Dieneu eingeführte Darreichungsform Madopar(r) LT 125 erweitert die therapeutischen Möglichkeiten. Der fortschreitende Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch rasch abfallende Dopamin-Plasmaspiegel mit der Folge motorischer Fluktuationen und Dyskinesien. Dr. Bernhard Rathay (Karlsruhe) betonte auf der Einführungskonferenz der Hoffmann-La Roche AG, daß die erheblich eingeschränkte Motorik besonders am Morgen Probleme schafft. Durch die veränderte Galenik von Madopar(r) LT 125 verringert sich die Zeitspanne von Einnahme bis zur Wirkung von bisher 40 bis 90 Minuten auf nunmehr 15 bis 30 Minuten.
Bei fortgeschrittener Erkrankung gelangt der Patient am Nachmittag häufig in eine völlige Bewegungseinschränkung, die im Büro oder beim Einkauf besonders hinderlich ist, betonte Rathay. Mit dem neuen oralen Levodopa konnten diese nachmittäglichen Off-Phasen um 70 Prozent verringert werden. Madopar(r) LT 125 erzeugt trotz des schnelleren Anflutens keine höheren Plasmaspiegel oder zusätzliche Hyperkinesien. Ein Vorteil ist seine Wasserlöslichkeit. Dies kommt den Parkinson-Patienten mit Schluckbeschwerden zugute.


Indikation
Eine weitere Darreichungsform ist Madopar(r) Depot. Dr. Gerd Fuchs (Wolfach) nannte als Indikation hierfür das Auftreten von leichten nächtlichen sowie morgendlichen Hypokinesien und End-of-dose-Akinesien. Eine Kombination des Depots mit der rasch anflutenden Zubereitung kann bei bestimmten Patienten indiziert sein.
Martin Bischoff

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