ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2001Rezidivneigung bei Colitis ulcerosa

MEDIZIN: Referiert

Rezidivneigung bei Colitis ulcerosa

Dtsch Arztebl 2001; 98(27): A-1839 / B-1580 / C-1465

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LNSLNS Die chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen sind gekennzeichnet durch immer wieder auftretende Schübe. Unter Placebomedikation liegt die Ein-Jahres-Rezidivrate zwischen 58 und 89 Prozent, unter einer 5-ASA-Medikation zwischen 12 und 58 Prozent.
Die Autoren versuchten herauszufinden, welche Faktoren als Prädiktoren eines Rezidivs gewertet werden können. Die Daten stützen sich auf 74 Patienten mit inaktiver Colitis ulcerosa, die ein Jahr lang nachbeobachtet wurden. Bei 27 Prozent kam es zu einem Rezidiv; jugendliches Alter, Anzahl der früheren Rezidive sowie eine Plasmozytose in der Rektumschleimhautbiopsie erwiesen sich als signifikante Prädiktoren eines frühzeitig einsetzenden Rezidivs.
Die Autoren folgern, dass bei Patienten in der Altersgruppe zwischen 20 und 30, insbesondere bei Frauen mit mehr als fünf vorausgegangenen Rezidiven auf eine Dauermedikation zur Rezidivprophylaxe nicht verzichtet werden kann. w

Bitton A, Peppercorn MA, Antonioli DA et al.: Clinical, biological, and histologic parameters as predictors of relapse in ulcerative colitis. Gastroenterology 2001; 120: 13–20.

Dr. A. Bitton, Royal Victoria Hospital, 687 Pine Avenue, West Montreal, Quebec, H3A1A1, Kanada.

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