ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2001Buga: Blumen statt Militär

VARIA: Freizeit-Tipp

Buga: Blumen statt Militär

Dtsch Arztebl 2001; 98(27): A-1844 / B-1584 / C-1468

Rieser, Sabine

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LNSLNS „Gartenkunst zwischen gestern und morgen“, lautet das Motto der Bundesgartenschau (Buga) in Potsdam. Vor Ort, inmitten der vier Kulissen, macht der wenig aussagekräftige Slogan Sinn:
- In den „Orten am Fluss“ wird an die Arbeit von Karl Foerster angeknüpft, der auf einer Havelinsel den ersten Schau- und Sichtgarten für Stauden in Deutschland anlegte.
- Im Zentrum von Potsdam wird der Lustgarten des ehemaligen Stadtschlosses zurückgewonnen.
- In der Kulisse „Feldflur“ werden erstmals auf einer Buga landwirtschaftliche Flächen einbezogen. Nach dem Grundsatz, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, gestaltete schon Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné
im 19. Jahrhundert die Feldflur nördlich von Schloss Sanssouci.
- Am augenfälligsten trifft das Motto auf das Hauptgelände der Buga zu: das Bornstedter Feld. Es war zwei Jahrhunderte lang dem Militär vorbehalten; zunächst als Exerzierplatz und Militärgelände der preußischen Könige und der deutschen Kaiser, dann der Wehrmacht und zuletzt der Russischen Armee. Die Planer der Buga entschieden, die Geschichte des Geländes nicht zu tilgen und Relikte in die Gestaltung aufzunehmen. Unübersehbar ragen fünf bis sieben Meter hohe Wälle empor, einst aufgeschüttet, um militärische Fahrzeuge zu tarnen. Sie sind durch Rampen, Treppen, Stege verbunden und mit Salvien, wildem Wein, Lavendel und Rasen bepflanzt. Panzerunterstände bilden die Kulisse für Rhododendren, Schießstand und Wachturm sind Bestandteil von Kunstobjekten.
Der Reiz des Hauptgeländes liegt im Kontrast zwischen neuer Nutzung und Überbleibseln, so auch in Form eines Waldparks. Das Bornstedter Feld soll nicht nur einen Sommer blühen. Das 300 Hektar große Gelände ist ein städtebauliches Entwicklungsgebiet, das einmal 17 500 Einwohner beherbergen soll. Ein Teil soll zum Volkspark wachsen, auch im Hinblick darauf, dass in den historischen Potsdamer Gärten vieles nicht erlaubt ist, was im Grünen gefällt: Spiel, Sport, aktive Erholung. Rie


Informationen: www.bugapots dam2001.de, Ticket-Hotline: 018 05-77 75 50.


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