ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2001Auslandsaufenthalt: Versicherungsschutz überprüfen

Versicherungen

Auslandsaufenthalt: Versicherungsschutz überprüfen

Dtsch Arztebl 2001; 98(27): [91]

Combach, Rolf

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LNSLNS Längere Auslandsaufenthalte des Versicherten können die Vertragsverhältnisse bei Sach- und Rechtsschutzversicherungen beeinflussen.


Ärzte, die aus beruflichen Gründen oder für einen Urlaub längere Zeit ins Ausland gehen, müssen an viele Dinge denken. Nicht zuletzt sind auch die Versicherungen darauf zu überprüfen, ob der Schutz im Ausland weiter besteht und was sich im Vertragsverhältnis ändert. Bei der Lebens- und Unfallversicherung ändert sich in der Regel wenig, doch die Sach- und Rechtsschutzversicherungen können gegebenenfalls ihre Gültigkeit verlieren. Darauf macht die Hamburg-Mannheimer Versicherung aufmerksam.
- Lebensversicherung: Die Versicherung bleibt bestehen. Lebt der Versicherte jedoch außerhalb Europas, erlischt die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.
- Unfallversicherung: Die Versicherung bleibt bestehen, solange vereinbarte Vertragsinhalte nicht gegen landesübliches Recht verstoßen. Tipp: Kontaktadresse angeben und Konto im Inland behalten.
- Privathaftpflichtversicherung: Bei Auslandsaufenthalten bis zu einem Jahr bleibt der Versicherungsschutz bestehen; bei längerer Abwesenheit wird der Vertrag aufgelöst. Solange der Wohnsitz in Deutschland verbleibt, entscheidet die Versicherung bei Auslandsaufenthalten, die länger als ein Jahr dauern, im Einzelfall.
- Hausrat- und Glasversicherung: Wird der Hausrat ins Ausland mitgenommen, erlischt der Versicherungsschutz. Bei befristeten Auslandsaufenthalten bis zu fünf Jahren entscheidet die Versicherung im Einzelfall. Bleibt der Hausrat in einer unbewohnten Wohnung zurück, muss die Versicherung informiert werden.
- Wohngebäudeversicherung: Die Versicherung bleibt bestehen, wenn das Gebäude im Eigentum des Versicherungskunden verbleibt. Damit Schäden rechtsverbindlich bearbeitet werden können, sollte eine Vertrauensperson mit Vollmachten ausgestattet werden. Auch hier gilt, dass die Versicherung informiert werden muss – wegen der Gefahrenerhöhung bei unbewohnten Gebäuden.
- Rechtsschutzversicherung: Die Versicherung wird aufgehoben. Ausnahmen: Der Erstwohnsitz bleibt in Deutschland, und der Auslandsaufenthalt ist befristet.
- Kran­ken­ver­siche­rung: Es empfiehlt sich immer, einen speziell für das Ausland geeigneten Kran­ken­ver­siche­rungsschutz abzuschließen. Dieser ist abhängig von Grund und Dauer des Aufenthalts (Urlaub, Arbeit). Damit genügend Zeit für Gesundheitsprüfungen bleibt, sollte die Auslandskrankenversicherung mindestens drei Monate vor Reiseantritt beantragt werden. Rolf Combach
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