ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2001Kfz-Versicherung: Schadenabwicklung in der Kritik

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Schadenabwicklung in der Kritik

Dtsch Arztebl 2001; 98(27): [91]

rco

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LNSLNS In einer ADAC-Umfrage waren nur wenige Autofahrer damit zufrieden, wie ein Sachschaden infolge eines Unfalls reguliert wurde.

Rund jeder dritte Autofahrer ist mit der Schaden-abwicklung der Kfz-Versicherung unzufrieden. Das ergab eine Leserumfrage der ADAC-Mitgliederzeitschrift Motorwelt, an der sich 3 000 Personen beteiligten. Der Automobilclub stellte seinen Lesern die Frage, wie ein Sachschaden infolge eines unverschuldeten Unfalls von der gegnerischen Seite reguliert wurde. 80 Prozent beurteilten die Schadenabwicklung zum Beispiel bei der Provinzial Kiel als sehr gut, über die Abwicklung bei der Victoria Versicherung (Ergo- Gruppe) äußerten sich hingegen nur 46 Prozent positiv.
Die Umfrage brachte neben dieser subjektiven Bewertung auch „harte Fakten“ ans Tageslicht: So ersetzen die Versicherungen den Angaben zufolge nur in 82 Prozent der Fälle den Schaden in voller Höhe. Die VGH-Versicherungsgruppe, Hannover, belegt hier mit einer Komplettregulierung von 95 Prozent der Schäden einen Spitzenplatz.
Neben langer Schadensbearbeitung standen die Kürzung der Ansprüche, der schlechte Service und die Ver-zögerungstaktik im Mittelpunkt der Beschwerden. Besonders bei der Zahlung der Kostenpauschale, die meist 50 DM für Telefonkosten oder Porto beträgt, zeigten sich die Versicherungen hartnäckig. 48 Prozent der Autofahrer erhielten keine Aufwandsentschädigung, obwohl ihnen diese rechtlich zustünde. 37 Prozent der Geschädigten beschritten den Klageweg, um ihre Ansprüche durchzusetzen, obwohl es sich lediglich um einen reinen Sachschaden ohne Verletzte gehandelt hatte. rco
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