ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2001Suchtprävention: Abschreckung reicht nicht

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Suchtprävention: Abschreckung reicht nicht

Dtsch Arztebl 2001; 98(28-29): A-1852 / B-1564 / C-1460

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LNSLNS Kinder im Sportverein stark gegen Drogen machen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Sportbund (DSB) haben erste Ergebnisse ihrer Kampagne „Kinder stark machen“ vorgestellt. Wie eine Studie des Paderborner Sportwissenschaftlers Prof. Dr. Wolf Dietrich Brettschneider gezeigt hat, funktioniert die Suchtvorbeugung im Sportverein nicht von selbst. DSB und BZgA bieten daher entsprechende Fortbildungsseminare an, die bisher von 6 000 Übungsleitern und Multiplikatoren genutzt wurden.
Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, Köln, wies darauf hin, dass Abschreckungsstrategien heute nicht mehr ausreichten. Die Trainer müssten in die Lage versetzt werden, bei Kindern und Jugendlichen auftretende Probleme zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Hans-Jürgen Kütbach, betonte, dass Sportvereine keine sozialtherapeutischen Anstalten seien. Vereine könnten die Gesellschaft bei der „Heilung“ ihrer Fehlentwicklungen lediglich unterstützen. Die Erwartungen dürften nicht zu hoch geschraubt werden.
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