ArchivDeutsches Ärzteblatt38/1996Börsebius – Rund ums Geld: Ohne Haken und Ösen

VARIA: Schlusspunkt

Börsebius – Rund ums Geld: Ohne Haken und Ösen

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Sehr oft werde ich gefragt, was mit einem gerade freigewordenen Betrag anzufangen wäre, wo doch die Zinsen gar so niedrig seien, aber andererseits die Chancen, mit riskanten Sachen auf die Nase zu fallen, weitaus höher lägen.
Das ist wohl wahr, und daher möchte ich Ihnen heute ein neues Wertpapier vorstellen, das zwar einerseits von der Rendite her stimmt, das sich aber andererseits mit einer risikoarmen Ausstattung wohltuend von anderen Titeln abhebt. Die Rede ist vom soeben emittierten Genußschein der Commerzbank 1996/2009 mit der Wertpapierkenn-Nummer 816120. Ich halte dieses Papier für eine gute Anlagealternative ohne Haken und Ösen und ohne die zuweilen üblichen Sperenzchen bei den sogenannten Finanzinnovationen.
Zunächst aber ein paar allgemeine Anmerkungen zu Genußscheinen, die an dieser Stelle wichtig zu wissen sind. Die Frage, was denn ein Genußschein sei, ist nämlich ganz schwierig zu beantworten, steckt doch dahinter manchmal in der Tat ein Genuß, aber eben oft genug auch Ungenießbares.
Es gibt nämlich Genußscheine mit einer festgezimmerten Ausschüttung über die gesamte Laufzeit; und andere wiederum sind davon abhängig, ob das Unternehmen in dem anstehenden Geschäftsjahr eine Dividende zahlen kann oder nicht. Manche Scheine darf man sogar nicht mal mit der Beißzange anfassen, wie seinerzeit die Besitzer von Klöckner-Genußscheinen leidvoll erleben mußten.
Generell läßt sich sagen, daß der vorsichtige Anleger sich nur Genußscheinen mit einer festen Ausschüttung nähern sollte. Und genau das ist eben bei dem neuen Commerzbank-Genußschein der Fall. Das Interessante bei diesem Papier ist die durchaus attraktive jährliche Ausschüttung von nominal 7,9 Prozent (bei einem Kurs um 100).
Eine solche Verzinsung erhalten Sie bei sonstigen festverzinslichen Wertpapieren weit und breit nicht. Wenigstens dann nicht, soweit diese Papiere auf Deutsche Mark lauten und von bonitätsmäßig einwandfreien Adressen kommen, was ja erklärtermaßen unser Anlageziel ist.
Ein Wermutstropfen soll aber nicht verschwiegen werden. Wenn die Commerzbank einmal keinen Bilanzgewinn erzielen sollte, fällt auch die Ausschüttung in dem entsprechenden Geschäftsjahr aus. Sehr wahrscheinlich ist ein solches Ereignis allerdings nicht. Aber, und das relativiert den Wermutstropfen gewaltig zugunsten des Anlegers, er erhält auf jeden Fall die fehlende Ausschüttung im Folgejahr nachgezahlt. So gesehen ist der Commerzbank-Genußschein 96/09 für längerfristig orientierte Anleger, die an regelmäßigen attraktiven Ausschüttungen interessiert sind, eine ideale Anlagealternative. Börsebius
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