ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2001Therapieansätze: Alte Entscheidungen überprüfen

BRIEFE

Therapieansätze: Alte Entscheidungen überprüfen

Dtsch Arztebl 2001; 98(28-29): A-1878 / B-1616 / C-1500

Bühring, M.

Zu dem Beitrag „Unzulässige Zahlungen“ von Sabine Rieser in Heft 19/2001:
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LNSLNS Das Bundesversicherungsamt hat Recht, es legt seinen Finger auf manchen alternativ-medizinischen Schwachpunkt. Gehört aber die Therapie mit Eigenblut auch in diese Liste?
Es stimmt, sie gehört nicht zu den evidenzbasierten Methoden. Nach einer Zeit großer und breiter Anerkennung – auch in der akademisch gelehrten Medizin – wurde sie in den 1960er-Jahren nicht etwa falsifiziert, doch wurde sie an den Rand des allgemeinen Interesses gedrängt. Man war von den neuen therapeutischen Angeboten fasziniert, inzwischen sind wir ernüchtert worden. Die Inzidenz einiger, damals sehr wohl
akzeptierter Indikationen nimmt sogar zu.
Der NUB-Ausschuss war eine zeitlang sehr schnell und sehr streng mit seinen Urteilen, wir sollten das korrigieren: Es fehlt eine Institution, die manche alte Entscheidungen noch einmal prüft. Die jetzt fast ausschließliche Erprobung von Akupunktur ist sehr einseitig, sie zeugt nicht von umfassender Kenntnis und Verantwortung für das gesamte medizinische Angebot
Prof. Dr. med. M. Bühring,
FU Berlin, Krankenhaus Moabit, Turmstraße 21, 10559 Berlin
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