BÜCHER

Suchtmedizin

Dtsch Arztebl 2001; 98(28-29): A-1879 / B-1586 / C-1482

Uchtenhagen, Ambros; Zieglgänsberger, Walter

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LNSLNS Suchtmedizin
Interdisziplinäre Perspektive
Ambros Uchtenhagen, Walter Zieglgänsberger (Hrsg.): Suchtmedizin. Konzepte, Strategien und therapeutisches Management. Urban & Fischer Verlag, München, Jena, 2000, XIV, 626 Seiten, gebunden, 248 DM
Das Handbuch behandelt die Suchtproblematik primär aus einer interdisziplinären Perspektive: Es werden biologische und biochemische Grundlagen psychoaktiver Substanzen dargestellt; gleichzeitig werden sozialpsychiatrische, psychotherapeutische und sozialtherapeutische Konzepte zur Prävention, zur Therapie und zur Rehabilitation entwickelt. Darüber hinaus werden epidemiologische Fragestellungen und Befunde der Suchtforschung sowie mögliche Einflussfaktoren von Drogenkonsum und Drogenabhängigkeit diskutiert, wobei genetische, psychologische, soziale und soziokulturelle Einflussfaktoren Berücksichtigung finden. Der interdisziplinäre Zugang zum Problemfeld der Suchterkrankungen leitet auch den Abschnitt zu Fragen der Diagnostik, die ebenfalls aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt werden – ein Aspekt, der auch für die Praxis von zentraler Bedeutung ist.
Institutionellen und rechtlichen Fragestellungen sind zwei weitere Abschnitte gewidmet, in denen Unterschiede zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz bei den infrastrukturellen Angeboten und bei den jeweiligen rechtlichen Regelungen berücksichtigt werden. Ein Abschnitt über besondere Problembereiche des Drogenkonsums und der Drogenabhängigkeit (wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr, in der Schmerztherapie) rundet diese Monographie ab.
Der Leser erhält einen umfassenden und differenzierten Einblick in die Grundlagen der Suchtmedizin sowie in benachbarte Arbeitsgebiete. Das Buch kann einerseits als eine Einführung dienen, andererseits kann es auch dem in der Praxis Erfahrenen wertvolle Anstöße zur Erweiterung seines Verständnisses der Suchtproblematik sowie zur Differenzierung seiner Beratungs- und Behandlungskonzepte geben. Durch seine interdisziplinäre Orientierung trägt es in wertvoller und gelungener Weise zum Dialog und zur Kooperation zwischen den an der Beratung und Therapie suchtkranker Menschen beteiligten Disziplinen bei. Waltraut Kruse
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