ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2001Virtuelle Koloskopie wenig aussagekräftig

MEDIZIN: Referiert

Virtuelle Koloskopie wenig aussagekräftig

Dtsch Arztebl 2001; 98(28-29): A-1894 / B-1627 / C-1511

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LNSLNS Die virtuelle Koloskopie, entweder in Magnetresonanztechnik (MRI) oder mittels Spiral-CT, ist als Konkurrent der konventionellen Koloskopie im Gespräch. Die Autoren berichten über eine prospektive Blindstudie bei 99 Patienten. Die virtuelle Koloskopie entdeckte sieben von acht Tumoren. Bei 28 Patienten mit Darmpolypen konnten 26 von 45 Polypen identifiziert werden, was eine Sensitivität von 57,8 Prozent, eine Spezifität von 92,6 Prozent und einen positiven prädiktiven Wert von 86,7 Prozent ergab. Nicht entdeckt wurden ferner ein flaches Adenom, einige Angiodysplasien, zwei Crohn-Ulzera und drei Colitis-ulcerosa-Läsionen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die virtuelle Koloskopie Defizite bei der Erkennung von Kolonpolypen aufweist und dass flache Läsionen mit diesem Verfahren nicht dargestellt werden können. w

Spinzi G, Belloni G, Martegani A et al.: Computed tomographic colonography and conventional colonoscopy for colon diseases: a prospective, blinded study. Am J Gastroenterol 2001; 96: 394–400.

Dr. Giancarlo Spinzi, Department of Internal Medicine II, H. Valduce, Via Dante 11, 22100 Como, Italien.

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