ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2001Deutsche Kran­ken­ver­siche­rung: Beiträge bis 2002 stabil

Versicherungen

Deutsche Kran­ken­ver­siche­rung: Beiträge bis 2002 stabil

Dtsch Arztebl 2001; 98(28-29): [94]

WZ

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LNSLNS Die größte private Kran­ken­ver­siche­rung will die Beiträge vorerst nicht erhöhen.

Die Deutsche Kran­ken­ver­siche­rung AG (DKV), Köln, hat angekündigt, die Beiträge ihrer meisten Vollversicherungen mindestens bis zum 31. Dezember 2002 stabil zu halten. Einige Tarife werden damit im dritten Jahr hintereinander nicht angepasst. Weiterhin teilt die DKV mit, dass die Beiträge von stationären Ergänzungsversicherungen ebenfalls nicht erhöht werden und somit zum größten Teil seit fünf Jahren stabil sind.
Für ihre Beitragsstabilität nennt die DKV mehrere Ursachen: Das Kapitalanlagemanagement sei seit Jahren im Branchenvergleich überdurchschnittlich erfolgreich. Kennzahl hierfür sei die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, die zwischen 1996 und 2000 im
5-Jahres-Durchschnitt bei 8,9 Prozent lag. Die Erträge aus den Kapitalanlagen setze die DKV zu mehr als 90 Prozent ein, um kalkulatorisch notwendige Beitragserhöhungen abzufedern oder vermeiden. Im vergangenen Jahr habe die DKV rund 466 Millionen Mark für diesen Zweck ausgegeben. Ein weiterer Grund für die Beitragsstabilität sei das Gesundheitsmanagement. Ein aktives Begleiten der Patienten bei der für Laien oftmals verwirrenden „Vielfalt des Gesundheitswesens“ könne die medizinische Behandlung optimieren. Dies verkürze die Genesungszeiten und vermeide unnötige Ausgaben. Die DKV stelle zum Beispiel mit einer Gesundheitshotline ihren Kunden individuelle medizinische Beratung zur Verfügung. Des Weiteren fördere die DKV die Entwicklung und den Einsatz wissenschaftlich abgesicherter Leitlinien. Dies unterstütze Ärzte und Patienten dabei, die Behandlung einzuleiten, die die größten Heilungschancen verspreche.
Zur Beitragsentwicklung sagte Dr. Jan Boetius, DKV-Vorstandsvorsitzender: „Die Beitragsentwicklung beweist, dass wir mit unserem Ansatz, aktiv auf die Kostenentstehung einzuwirken, auf dem richtigen Weg sind.“ Anders als bei Konsumgütern des täglichen Bedarfs zähle bei einer Kran­ken­ver­siche­rung besonders der Aspekt der Langfristigkeit, denn eine private Kran­ken­ver­siche­rung behalte man in der Regel ein Leben lang. WZ
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