ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2001Arzneimittelverordnung: Vorwürfe zurückgewiesen

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Arzneimittelverordnung: Vorwürfe zurückgewiesen

Dtsch Arztebl 2001; 98(30): A-1917 / B-1613 / C-1509

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LNSLNS Vertragsärzte im Osten verantwortungsbewusst
Als Affront gegen die Vertragsärzte im Osten haben die Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) der neuen Bundesländer die jüngste Kritik von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt bezeichnet. Sie hatte ihnen vorgeworfen, zu viele und zu teure Arzneimittel zu verschreiben und damit die Finanzsituation der Krankenkassen zu destabilisieren.
Der Vorsitzende der KV Brandenburg, Dr. med. Hans-Joachim Helming, wies diese Vorwürfe zurück. Die Zahl der verordneten Generika und Reimporte im Osten liege weit über dem Bundesdurchschnitt, während die der so genannten umstrittenen Arzneimittel deutlich darunter liege, sagte Helmig. Einzig die Abgabe von Me-too-Präparaten, die keine „echten Innovationen“ seien, könne noch reduziert werden. Dazu müsse aber die Politik definieren, welche Arzneimittel als Me-too-Präparate gelten und festlegen, dass diese nicht mehr zulasten der Kassen verordnet werden dürfen.
Helming betonte, dass die Ärzte im Osten eine Mit-Verantwortung für veranlasste Ausgaben erkennen. „Unwirtschaftliche Verordnungen darf es nicht geben“, sagte der KV-Vorsitzende. Dies setze jedoch ein Miteinander voraus, das sich nicht in Schuldzuweisungen seitens der Kassen und der Politik erschöpfe.
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