ArchivDeutsches Ärzteblatt5/1996Endoskopische Allergietestung

MEDIZIN: Referiert

Endoskopische Allergietestung

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LNSLNS Echte Nahrungsmittelallergien sind relativ selten in einer Größenordnung von ein bis drei Prozent. Hauttests und Messungen von Serum-IgE korrelieren in der Regel schlecht mit klinischen Symptomen. Von Reimann ist die endoskopische Injektion von Nahrungsallergenen erstmals vorgeschlagen und praktiziert worden.
Die Autoren injizierten bei 29 Patienten mit Zeichen einer Nahrungsallergie (Bauchschmerzen, Durchfall, Eosinophilie, Besserung auf Natriumchromoglycat oder Eliminationsdiäten) im Rahmen einer Koloskopie insgesamt 84 Allergene in die Schleimhaut. 20 Minuten später wurden die Reaktion semiquantitativ erfaßt und Gewebsproben aus der entsprechenden Stelle genommen. 72 Prozent der untersuchten Patienten wiesen mindestens eine positive Reaktion auf. Am häufigsten fanden sich positive Reaktionen auf Apfel, Haselnuß, Milcheiweiß, Weizen, Paprika, Schweinefleisch und Eier. Zehn der 21 Patienten mit positiver intestinaler Allergieprovokation konnten erfolgreich durch Eliminationsdiät oder Kolimune behandelt werden. W
Bischoff SC, Meyer J, Hermann A, Meyer PN, Zeck-Kapp G, Manns MP: Intestinal allergy provocation test by endoscopy: New diagnostic tool for food allergy? Gastroenterology 95; 108: A784
Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Medizinischen Hochschule Hannover

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