ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2001104. Deutschen Ärztetag: Die Zeit, grundlegend Neues zu formulieren, verrinnt

THEMEN DER ZEIT: Diskussion

104. Deutschen Ärztetag: Die Zeit, grundlegend Neues zu formulieren, verrinnt

Dtsch Arztebl 2001; 98(30): A-1945 / B-1641 / C-1535

Saueressig, Udo

zu unserer Berichterstattung vomin Heft 22 2001
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LNSLNS Der Deutsche Ärztetag stützt das bestehende System und will es, wie Politik, Krankenkassen, Ärztekammern und KVen auch, durch ständige Reformen und noch mehr Bürokratie retten, obwohl der endgültige Zusammenbruch angesichts der ständigen Zunahme chronisch kranker und immer älterer Patienten, in Verbindung mit dem rasanten Fortschritt, absehbar ist. Daher störte mich das Fehlen von Nachdenklichkeit über ganz neue Wege oder Visionen. Angesichts der berufspolitisch, leider immer noch, weitgehend passiven Ärzteschaft, der es anscheinend gefällt, Spielball von Politik und Kassen zu sein, kein Wunder. Sollte das Gesundheitswesen nicht endlich an unsere sonstige gesellschaftliche Wirklichkeit angepasst werden, hin zu mehr Eigenverantwortung, zu Effizienz durch Wettbewerb und Marktwirtschaft?
Die Patienten sind längst nicht mehr der Mittelpunkt. Es fehlt dringend am „case management“. Das heutige System ruft zu viel Unzufriedenheit hervor, daher der Zulauf zu alternativer Medizin. Fazit: Während ärztliche Gremien fröhlich über Reformen, neue Bürokratisierung, DRGs oder PID debattieren, verrinnt die Zeit, grundlegend Neues zu formulieren.
Dr. med. Udo Saueressig,
Gründelsweg 7, 69436 Schönbrunn
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