ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2001Pränataldiagnostik: Recht auf Nicht-Wissen

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Pränataldiagnostik: Recht auf Nicht-Wissen

Dtsch Arztebl 2001; 98(30): A-1952 / B-1648 / C-1541

Nock, Hermine

Zur Berichterstattung vom 104. Deutschen Ärztetag „Die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens“ von Gisela Klinkhammer in Heft 22/2001:
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LNSLNS Vor Durchführung der pränatalen Diagnostik muss mit den werdenden Eltern abgeklärt werden, welche Konsequenzen sie aus einer vorgeburtlich diagnostizierten Behinderung des Ungeborenen ziehen würden. Der Entscheidung über Fortsetzung oder Abbruch der Schwangerschaft sollte generell eine intensive Beratung vorgestellt werden. Zwischen Beratung und Entscheidung muss eine mehrtägige Frist eingeräumt werden. Die werdenden Eltern müssen die Möglichkeit haben, sich mit der zu erwartenden Behinderung des Kindes auseinander zu setzen. Ratsam ist es, die Eltern auch auf entsprechende Selbsthilfegruppen hinzuweisen. Die Beratung durch Gynäkologen beziehungsweise Genetiker muss ergebnisoffen und nicht direktiv sein. Wir fordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Gynäkologen/Genetikern und pädiatrischen Fachärzten – hier Kinderkardiologen. Nur dann können sich die Eltern eine realistische Vorstellung machen, welche Qualität das Leben mit einem Kind mit der diagnostizierten Behinderung haben kann beziehungsweise wird. Die BVHK hat eine Broschüre zum Thema „Pränatale Diagnostik angeborener Herzfehler“ veröffentlicht.
Hermine Nock, Bundesverband Herzkranke Kinder e.V., Robensstraße 20–22, 52070 Aachen

Zu dem Interview mit Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe „Eine Sieger-Besiegten-Stimmung darf nicht aufkommen“ in Heft 20/2001:
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