ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2001Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Mit dem Ergebnis sehr zufrieden

VARIA: Wirtschaft

Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Mit dem Ergebnis sehr zufrieden

Dtsch Arztebl 2001; 98(30): A-1982 / B-1671 / C-1565

Clade, Harald

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LNSLNS Die Standesbank der Heilberufe zahlt sechs Prozent Dividende.

Ein „sehr zufriedenstellendes“ Geschäftsergebnis 2000 vermeldet – wie bereits in den vergangenen Jahren – die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf. Sie verzeichnete 2000 einen erneut starken Wachstumsschub. Das „gute Ergebnis, der vorzeigbare Erfolg“ (so der Vorstandsvorsitzende Werner Wimmer, 62) spiegelt sich in allen Positionen der aktuellen Bilanz wider. Mit einer Bilanzsumme zum 31. Dezember 2000 in Höhe von 35,76 Milliarden DM (Vorjahr: rund 34 Milliarden DM) verteidigte die Standesbank der akademischen Heilberufe den ersten Rang unter den genossenschaftlichen Primär-Kreditinstituten. Die „Apo“-Bank ist mit weitem Abstand das größte genossenschaftliche Kreditinstitut in Deutschland.
Im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung der Märkte und der Bankenfusionen sowie die Übernahme durch Versicherungen sagte Wimmer: „Die Wettbewerbsfähigkeit einer Bank zeigt sich nicht allein in der Betriebsgröße, sondern in der Effizienz der Leistungserstellungsprozesse, in der Solidität, im Service und in der Kundennähe.“
Im Jahr 2000 knüpfte die Bank nahtlos an die Expansion der Vorjahre an. Als „Bestleistungen“ vermeldet die Bank einen Zugang an Neukunden um 9 200 auf jetzt 226 600. Die Bank hat sich erfolgreich im PC-Banking positioniert. Die Zahl der Online-Nutzer hat sich bei der Apo-Bank in den letzten vier Jahren um 47 Prozent auf inzwischen 60 000 erhöht. Die Bank setzt schon seit einigen Jahren erfolgreich auf das so genannte Multi-Channel-Banking, das als optimale Mixtur der Vertriebswege gilt.
Die Bank hat jetzt (per ultimo 2000) 91 223 Mitglieder und unterhält 51 Geschäftsstellen. Die Zahl der Mitarbeiter (auf Vollzeitstellen umgerechnet) lag Ende vergangenen Jahres bei 1 794.
Die finanzielle Basis der Bank konnte erneut mit den Eigenmitteln noch weiter gestärkt werden.
Das haftende Eigenkapital liegt aktuell bei 2,76 Milliarden DM (1999: 2,6 Milliarden DM). Der Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) lag im Jahr 2000 bei 100,35 Millionen DM (1999: fast 95 Millionen DM). Mit 60 Millionen DM des Bilanzgewinns wird der größte Teil wie bereits in den Vorjahren den Rücklagen zugeführt: 30 Millionen gehen in die gesetzlichen Rücklagen gemäß § 7 des Genossenschaftsgesetzes, weitere 30 Millionen DM in andere Rücklagen. Einstimmig beschlossen die Vertreter, an die Kapitaleigner eine Netto-Dividende von sechs Prozent (wie bisher) auszuschütten, die sich unter Einbeziehung der anrechenbaren Körperschaftsteuer auf 8,57 Prozent stellt (wie bisher). Die Dividenden-Ausschüttung entspricht rund 40,34 Millionen DM. Eine bittere Pille: Am Betriebsergebnis in Höhe von 252 Millionen DM partizipierte der Fiskus mit 151,7 Millionen DM.
Das Kreditgeschäft war der wesentliche Träger des Wachstums der Bank. Die Kundenkredite nahmen um 1,64 Milliarden (1999: 1,1 Milliarden DM) zu und erreichten ein Volumen von 24,1 Milliarden DM (1999: 22,45 Milliarden DM), was einer Steigerung um 7,3 Prozent entspricht. Die Neuausleihungen reduzierten sich zwar formal von 4,2 Milliarden DM auf 3,6 Milliarden DM (1999: 4,2 Milliarden DM). Dabei ist jetzt doch zu berücksichtigen, dass in den Tilgungen des Jahres 1999 vermehrte Umschichtungen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus enthalten waren. Unter Einbeziehung dieses Effektes liegen die Neuausleihungen beider Jahre auf annähernd gleichem Niveau.
Der Rückgang des Zins-überschusses (von 631,9 Millionen DM auf 608,4 Millionen DM) konnte durch den überdurchschnittlichen Zuwachs des Provisionsüberschusses mehr als ausgeglichen werden. Hier gab es einen Anstieg um 40,9 Millionen DM auf 192,2 Millionen DM. Der Zuwachs liegt im Wertpapiergeschäft (Schwerpunkt: Kundengeschäft). Dieser Zuwachs sei vor allem Folge der besonders intensiven Börsen-Euphorie zu Beginn des Jahres 2000, kommentierte Wimmer.
Trotz anhaltender Maßnahmen zur Kostenbegrenzung stieg im vergangenen Jahr der Verwaltungsaufwand um 23,6 Millionen DM auf 465,5 Millionen DM. Während die Personalaufwendungen um 8,1 Millionen DM zurückgingen, stieg der Sachaufwand gleichzeitig um 40,6 Millionen DM.
Prognostiziert wurde, dass der Zinsüberschuss im Jahr 2001 voraussichtlich wieder steigen werde.
Die beachtliche Entwicklung der Geschäftsguthaben mit einem überdurchschnittlichen Anstieg von 90 Millionen DM auf 698 Millionen DM werten Bankvorstand und Aufsichtsrat als eine wichtige Voraussetzung für die Stabilität der Bank bei einem haftenden Kapital in Höhe von 2,764 Milliarden DM in 2000. Für das laufende Jahr 2001 wird mit einer weiter soliden Aufwärtsentwicklung der Bank gerechnet, um auch im Jahr 2002, dem 100. Geburtstag der Standesbank, den ersten Platz der Genossenschaftsbanken zu verteidigen.
- Bei der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates am 22. Juni in Neuss wurde Dr. med. dent. Wilhelm Osing (68), Zahnarzt in Düsseldorf, erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Osing hat dieses Amt seit 1997 inne. 1. stellvertretender Vorsitzender ist erneut Dr. med. Ulrich Oesingmann (61), Allgemeinarzt in Dortmund-Asseln; 2. stellvertretender Vorsitzender ist Hermann Stefan Keller, Apotheker in Mainz. Dr. rer. pol. Harald Clade


Die Zahl der Darlehensnehmer der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank erhöhte sich in den letzten fünf Jahren kontinuierlich.
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