ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Medi-Praxisverbund: KV muss aussteigen

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Medi-Praxisverbund: KV muss aussteigen

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-1996 / B-1684 / C-1580

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Landessozialgericht Baden-Württemberg erlässt einstweilige Verfügung.
Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat es der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nord-Württemberg per einstweiliger Anordnung untersagt, sich an der Medi Verbund GmbH zu beteiligen. Eine endgültige Entscheidung darüber werde aber erst im Hauptverfahren getroffen, betonte die KV. Geklagt hatten elf Vertragsärzte, die Mitglieder eines konkurrierenden Ärztenetzes, der Med.eon AG, sind.
Die KV war bislang mit 20 Prozent an den Medi-Gesellschaften beteiligt. Mit der Entscheidung des Landessozialgerichts werde sie in ihren Handlungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt und von der Mitgestaltung der gesundheitspolitischen Entwicklungen abgekoppelt, heißt es dort. Es entspreche nicht dem Selbstverständnis der KVen als Interessenvertretung der niedergelassenen Ärzte, dass sie sich unter anderem an integrierten Versorgungsformen und den Disease-Management-Programmen nicht aktiv beteiligen können. Ursprüngliches Ziel der Beteiligung an Medi war es, die Gesellschaft als Parallelorganisation zur KV aufzubauen, um so genannte Einkaufsmodelle der Krankenkassen zu verhindern.
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