ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Forschungsförderung: Schluss mit Gießkannenprinzip

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Forschungsförderung: Schluss mit Gießkannenprinzip

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-1996 / B-1684 / C-1580

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LNSLNS EU-Kommissar Busquin setzt Signal für künftige Wissenschaftsförderung.

Mehr als 17 Milliarden Euro sollen 2003 bis 2006 aus Mitteln der Europäischen Union für Forschungsvorhaben neu verteilt werden. EU-Kommissar Philippe Busquin kam nun zu ersten Gesprächen über Förderprojekte in das Fraunhofer-Institut für angewandte Lasertechnologie (ILT) in Aachen. Die dortige Lasertechnologie gilt weltweit als führend. Ziel der Förderung ist Busquin zufolge der Aufbau integrierter Projekte und Netzwerke höchster Kompetenz in Schlüsseltechnologien, um besonders anwenderorientiertes Wissen zu erzeugen und die amerikanische und japanische Konkurrenz zu überflügeln. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat sich vorwiegend mit Vertragsforschung für die Industrie einen Namen gemacht. Busquins Gespräche in Aachen markierten eine Abkehr vom Gießkannenprinzip der Unterstützung vieler kleiner Projekte hin zur Förderung der Spitzenforschung, so ILT-Sprecher Franz Miller. Die Konzentration der EU-Mittel werde künftig zulasten vieler der bislang geförderten Einzelprojekte gehen, vor allem an Hochschulen. Die Fraunhofer-Gesellschaft werde die Kompetenzen besser bündeln und effizienter mit den öffentlichen Geldern umgehen, sagte Institutsleiter Prof. Reinhard Poprawe.
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