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ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Krebstherapie: Regresse drohen in Berlin

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Krebstherapie: Regresse drohen in Berlin

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Medikamente außerhalb zugelassener Indikation zahlen die Kassen nicht.
Einige Berliner Onkologen sind von hohen Regressen bedroht. Denn bei Einsatz von Medikamenten außerhalb der offiziell zugelassenen Indikation fordern die Krankenkassen die Kosten beim verschreibenden Arzt ein. „Viele Medikamente dürfen nicht mehr auf Kassenrezept verordnet werden, obwohl sie die Lebensqualität der Patienten verbessern oder sogar deren Leben verlängern können“, kritisierte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Dr. Angelika Prehn. Betroffen seien Arzneimittel, die nur für bestimmte Krebsarten zugelassen sind, aber aufgrund wissenschaftlicher Studien und Empfehlungen auch bei anderen Tumorformen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Gemzar.
Versuche der KV Berlin, gemeinsam mit den Krankenkassen eine Lösung zu finden, sind vorerst gescheitert. „Da die Krankenkassen von ihrem Standpunkt nicht abrücken, sind die Onkologen gezwungen, diese Mittel nicht mehr auf Kassenrezept zu verordnen“, betonte Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke. Anderenfalls riskierten sie ihre Existenz. Die KV empfiehlt den Vertragsärzten deshalb, für diese Arzneimittel nur noch Privatrezepte auszustellen, die der Patient bei seiner Kasse einreichen könne.
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