ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Medikamente: Handbuch fürs Wohnzimmer

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Medikamente: Handbuch fürs Wohnzimmer

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2000 / B-1688 / C-1584

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Stiftung Warentest legt ihren Ratgeber neu auf.
Rund 7 000 Präparate umfasst das „Handbuch Medikamente“ der Stiftung Warentest, das in vierter Auflage vorliegt und 78 DM kostet. 20 Prozent davon werden als wenig geeignet bezeichnet, darunter bekannte Kombinationspräparate. Im Einzelnen wird erläutert, welche Wirkstoffe geeignet sind, um mehr als 100 beschriebene Krankheitsbilder zu behandeln, und welche unerwünschten Wirkungen oder Wechselwirkungen es zu beachten gilt. Verantwortlicher Schlussgutachter war Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske, Universität Bremen.
Die Stiftung musste vor der Veröffentlichung 67 Abmahnungen sowie sechs Gerichtsverfahren bewältigen. Sie hätten zu Änderungen geführt, jedoch in keinem Fall zu einer Abkehr von der vorgenommenen Bewertung.Medikamente
Handbuch fürs Wohnzimmer
Stiftung Warentest legt ihren Ratgeber neu auf.
Rund 7 000 Präparate umfasst das „Handbuch Medikamente“ der Stiftung Warentest, das in vierter Auflage vorliegt und 78 DM kostet. 20 Prozent davon werden als wenig geeignet bezeichnet, darunter bekannte Kombinationspräparate. Im Einzelnen wird erläutert, welche Wirkstoffe geeignet sind, um mehr als 100 beschriebene Krankheitsbilder zu behandeln, und welche unerwünschten Wirkungen oder Wechselwirkungen es zu beachten gilt. Verantwortlicher Schlussgutachter war Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske, Universität Bremen.
Die Stiftung musste vor der Veröffentlichung 67 Abmahnungen sowie sechs Gerichtsverfahren bewältigen. Sie hätten zu Änderungen geführt, jedoch in keinem Fall zu einer Abkehr von der vorgenommenen Bewertung.
Der Bundesfachverband der Arzneimittel-Hersteller kritisierte, die Bewertungskriterien seien vielfach nicht nachvollziehbar. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie bemängelte, das Buch führe zur Verunsicherung von Patienten und verstärke Vorbehalte gegenüber Arzneimitteln.
Dr. med. Leonhard Hansen, im Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für Arzneimittelfragen zuständig, erklärte auf Nachfrage, die Neuauflage sei sachlicher als frühere Veröffentlichungen. Dass einiges Grundsätzliche erläutert werde, sei sinnvoll, ebenso, dass umstrittene Präparate konkretisiert würden. Es sei jedoch unrealistisch und unnötig für Patienten, jede einzelne Verordnung nachzu-prüfen.

Der Bundesfachverband der Arzneimittel-Hersteller kritisierte, die Bewertungskriterien seien vielfach nicht nachvollziehbar. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie bemängelte, das Buch führe zur Verunsicherung von Patienten und verstärke Vorbehalte gegenüber Arzneimitteln.
Dr. med. Leonhard Hansen, im Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für Arzneimittelfragen zuständig, erklärte auf Nachfrage, die Neuauflage sei sachlicher als frühere Veröffentlichungen. Dass einiges Grundsätzliche erläutert werde, sei sinnvoll, ebenso, dass umstrittene Präparate konkretisiert würden. Es sei jedoch unrealistisch und unnötig für Patienten, jede einzelne Verordnung nachzu-prüfen.
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