ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Diabetes mellitus: Inhalierbares Insulin rückt näher

POLITIK: Medizinreport

Diabetes mellitus: Inhalierbares Insulin rückt näher

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2012 / B-1700 / C-1596

Böhm, Sonja

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LNSLNS Die Applikationsform des inhalierbaren Insulins könnte dazu beitragen, Typ-2-Diabetiker frühzeitiger an die Hormonbehandlung heranzuführen. Verschiedene Firmen arbeiten zurzeit daran, die Hürden bei dieser Methode zu überwinden. Aus der Asthma-Therapie ist bekannt, dass das Arzneimittel infolge fehlerhafter Inhalation nicht am Zielort ankommt. Da bei der Insulintherapie die zuverlässige Dosierung notwendig ist, hat Novo Nordisk gemeinsam mit der US-Firma Aradigm Corporation ein Inhalationssystem konstruiert, das derartige Fehler vermeidet. Wie beim „Diabetes Dialogue“ in Genf berichtet wurde, enthält das
System einen Mikroprozessor, über den Atem- und Inhalationstechnik kontrolliert werden.
Ein grünes Licht signalisiert dem Anwender, ob er alles richtig macht. Wie Dr. Steve Farr (Aradigm Corporation) erläuterte, ist in dem AERx genannten System flüssiges Insulin untergebracht, das unter großem Druck durch einen mehrschichtigen Streifen mit winzigen Löchern gepresst wird. So entstehen einheitliche kleine Partikel für eine gleichmäßige Absorption in der Lunge. In ersten praktischen Tests war die intra-individuelle Variabilität des inhalativ verabreichten Insulins nicht höher als nach einer Injektion. Sonja Böhm

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