BRIEFE

Serbien: Schnelle Hilfe

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2024 / B-1712 / C-1608

Schütt, Georg B.

Zu dem Beitrag „Gesundheitssystem vor dem Kollaps“ von Annette Blettner in Heft 24/2001:
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LNSLNS Ich gratuliere Ihnen zur Veröffentlichung dieses Artikels. Möglicherweise wird er ein Anstoß sein, die fast zehnjährige mediale Berichterstattungsabstinenz bezüglich der miserablen Zustände in Serbien zu unterbrechen. Sie berichten korrekt über die desolaten Zustände im serbischen Gesundheitssystem und über die mangelhaften Lebensverhältnisse der serbischen Bevölkerung. Sie hätten aber in Ihrem lobenswerten Bericht mehr herauskristallisieren sollen, dass das serbische Volk in Sippenhaft genommen wurde durch einen großen Teil der westlichen Regierungen und der westlichen Medien. Durch diese Maßnahmen sollte das diktatorische Milosevi´c-System getroffen und gestürzt werden. Getroffen wurde das serbische Volk mit der Folge, dass eine allgemeine Verarmung eingetreten ist. Der Milosevi´c-Clan und Konsorten boomten mit Reichtum. Humanitäre Hilfe aus Westeuropa – gedacht für Serbien – wurde häufig während der Embargo-Zeit durch schikanöse Maßnahmen zum Beispiel der Grenzkontrollbehörden und sonstiger Behörden erschwert.
Das serbische Volk hat durch Eigeninitiative im Herbst 2000 demokratische Verhältnisse hergestellt. Es handelt sich um ein labiles Gleichgewicht, das nur durch schnelle externe Anstoßunterstützung („Hilfe zur Selbsthilfe“) nicht aus dem Lot kippen wird.
Dr. med. Georg B. Schütt, Ferd.-Hanauer-Straße 48, 70374 Stuttgart
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