ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Leichenschau: Das kann doch nicht wahr sein!

BRIEFE

Leichenschau: Das kann doch nicht wahr sein!

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2025 / B-1749 / C-1626

Zimmer, Ernst-M.

Zu der Mitteilung der Bundes­ärzte­kammer „Abrechnung der Leichenschau“ in Heft 25/2001:
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LNSLNS Die Blindheit der deutschen Justiz ist durch nichts mehr zu übertreffen. Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand! Der dumme (man hört und liest es täglich) deutsche Hausarzt soll zum Nulltarif nachts um zwei Uhr aus dem Bett, während Herr oder Frau Amtsrichter ihren Gluteus unter der Bettdecke für A15 mit Pensionsanspruch wärmen.
Nein, das kann doch nicht wahr sein! Sollen wir denn jetzt die Leichen in die Praxis verbringen lassen und dort die Leichenschau durchführen? Eine Leistung, die nicht bezahlt wird, führt in Deutschland doch kein Mensch durch. Herr Zwickel beschwert sich schon, wenn ein Arbeiter „nur“ 5 000 DM im Monat verdienen soll. Ein junger Arzt wäre froh, er bekäme dieses Gehalt nach langem und hartem Studium. Die Realität in den Krankenhäusern sieht anders aus.
Nur uns Ärzten wird es hier wieder zugemutet, zu Dumpingpreisen zu arbeiten und uns samt unseren Arzthelferinnen ausbeuten zu lassen. Und was tun unsere obersten Standesvertreter? Sie nicken ab, anstatt mit lautem Widerspruch und einer Transparenzkampagne solch einem Unsinn ein Ende zu machen.
Dr. Ernst-M. Zimmer, Fitter Straße 22, 66663 Merzig-Hilbringen
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