ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Hormone gegen das Altern – Möglichkeiten und Grenzen

MEDIZIN

Hormone gegen das Altern – Möglichkeiten und Grenzen

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2041 / B-1763 / C-1639

Lerchl, Alexander; Jockenhövel, Friedrich; Allolio, Bruno

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LNSLNS Zusammenfassung
Die Gerontoendokrinologie widmet sich dem Zusammenhang zwischen Endokrinium und Altern. Bisher ist gesichert, dass mit zunehmendem Lebensalter bei vielen Menschen die Produktion von Dehydroepiandrosteron (DHEA), Melatonin und Wachstumshormon (GH) nachlässt. Die Studien zum Ersatz der Hormone zur Wiederherstellung jugendlicher Hormonkonzentrationen deuten vielfältige Potenziale an, können jedoch nicht Grundlage für eine Anwendung außerhalb von Studien sein. GH übt positive Effekte auf den Eiweiß- und Fettstoffwechsel aus, bislang jedoch ohne klinisch relevanten Nutzen; DHEA besitzt günstige psychotrope Wirkungen und Melatonin wirkt auf physiologische Weise schlafinduzierend. Eine Verzögerung von Alterungsprozessen oder deren Umkehr ist nicht belegt. Die langfristigen Folgen des Einsatzes dieser Hormone im Alter sind unbekannt. Die dringlich notwendige Klärung von Nutzen und Risiken dieser Hormone für ein gesundes Altern durch prospektive kontrollierte Studien ist daher eine wesentliche Aufgabe der öffentlichen Forschungsförderung.

Schlüsselwörter: Altern, Androstendion, Dehydroepiandrosteron-Sulfat , Melatonin, Wachstumshormon

Summary
Hormones Against Aging – Possibilities and Limits
Gerontoendocrinology investigates the association between endocrine activity and aging. The age-dependent decline of dehydroepiandrosteron (DHEA), growth hormone (GH) and melatonin is well established. Studies replacing these hormones to mimic hormone levels of young adolescents indicate important beneficial effects, but do not justify the use outside of controlled studies. GH exerts positive effects on protein and lipid metabolism, yet so far without functional benefit. DHEA shows favourable psychotropic activity and melatonin induces sleep in a physiological manner. The reversal of aging processes or at least their delay has not been demonstrated by these hormones. The long-term side effects are unknown. Therefore further clarification of the risk/benefit ratio of hormonal therapies in the elderly is an urgently needed important task for public research funding.

Key words: aging, androstendione, dehydroepiandrosterone-sulfate, melatonin, growth hormone

Für im Jahr 2000 Geborene beträgt die mittlere Lebenserwartung in den westlichen Industrienationen 77 bis 83 Jahre für Frauen und 72 bis 77 Jahre für Männer. Nach Prognosen der WHO wird die Lebensdauer weltweit weiter steigen, doch ist der Zuwachs an Lebensdauer nicht mit einem parallelen Zuwachs an Lebensjahren in guter Lebensqualität verbunden, das heißt, Gesundheitserwartung und Lebenserwartung differieren deutlich. Die gewonnenen Jahre werden überwiegend in mäßiger oder schlechter Lebensqualität verbracht. Ein wichtiges Ziel für den Einzelnen aber auch für die Gesellschaft insgesamt muss daher sein, älteren Menschen zu guter Lebensqualität zu verhelfen und Morbidität und damit auch Abhängigkeit von anderen auf einen kurzen Zeitraum vor dem Tod zu komprimieren.
Die Geronto-Endokrinologie hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhang zwischen Hormondefiziten und Alterungsprozessen zu klären und das therapeutische Potenzial von Hormontherapien im Alter zu evaluieren. In den letzten Jahren werden daher zunehmend Untersuchungen zur Pathophysiologie der nachlassenden Hormonproduktion im Alter und zu den Effekten von Hormontherapien vorgelegt. In der Laienpresse haben diese Untersuchungen vielfach zu euphorischen Spekulationen in Hinblick auf die Entdeckung eines vermeintlichen Jungbrunnens Anlass gegeben, und in den USA werden Hormone rezeptfrei zur „Nahrungsergänzung“ in großem Umfang mit dem Ziel verkauft, Alterungsvorgänge aufzuhalten. Auch in Deutschland gewinnt diese Thematik zunehmend an Interesse, und Anfragen sich gut informiert fühlender Patienten nehmen zu. Zur Testosteron-Substitution des älteren Mannes liegen aktuelle Übersichten vor (24, 35), sodass dieser Beitrag die aktuelle Datenlage der Effekte von Wachstumshormon (GH, „growth hormone“), Dehydroepiandrosteron (DHEA), Androstendion und Melatonin beim älteren Menschen darstellt.
Das Endokrinum im Alter
Endokrine Organe sind von den altersassoziierten Funktionseinbußen nicht ausgenommen. So nimmt die GH-Produktion schon ab dem 20. Lebensjahr um etwa 14 Prozent pro Lebensdekade ab und sistiert nach dem 60. Lebensjahr bei vielen Menschen weitgehend (23, 53, 54). Dieser Vorgang wird als Somatopause bezeichnet. Allerdings ist der Nachweis eines solchen GH-Mangels schwierig, da auch bei jungen Menschen tagsüber die GH-Serumkonzentrationen oft unter der Nachweisgrenze liegen und GH überwiegend in nächtlichen Pulsen mit kurz anhaltenden hohen Spitzenspiegeln sezerniert wird. Daher sind neben der Bestimmung des basalen Insulin-Like Growth Factor 1 (IGF-1), der bei GH-Mangel erniedrigt ist, zur Dokumentation des GH-Defizits auch Stimulationsteste (zum Beispiel Arginin-Test oder Insulin-Toleranztest) erforderlich (52).
Auch der sichere Nachweis eines Defizits des Pinealhormons Melatonin ist schwierig. Melatonin wird fast ausschließlich während der Nacht produziert, da Licht die Produktion hemmt. Der Syntheseverlauf ist durch einen gleichmäßigen Anstieg, einen Spitzenwert etwa ein bis drei Stunden nach Mitternacht und einen danach einsetzenden Abfall gekennzeichnet, ohne erkennbare Pulsatilität. Die höchsten Melatoninwerte werden etwa drei Monate nach der Geburt während der Nacht erreicht und fallen danach steil um etwa 80 Prozent bis zum Ende der Pubertät ab. Bei Erwachsenen sinken die Melatoninkonzentrationen nochmals deutlich, sodass bei älteren Menschen im Vergleich zu jungen Erwachsenen erheblich niedrigere Melatoninkonzentrationen gefunden werden (56). Die genaueste Methode zur Messung der Melatoninrhythmik besteht in der Messung aus dem Blut im stündlichen Abstand während der Nacht. Eine praktikable Alternative ist die Bestimmung des Metaboliten 6-Hydroxy-Melatoninsulfat im Morgenurin, die eine verlässliche Aussage über die Gesamtmenge des während der Nacht produzierten Hormons ermöglicht (13).
Dehydroepiandrosteron und das entsprechende Sulfat (DHEAS) erreichen ihr Maximum im jungen Erwachsenenalter und sinken nach dem 40. Lebensjahr kontinuierlich ab, sodass um das 80. Lebensjahr nur noch 10 bis 20 Prozent der Maximalkonzentration gefunden werden (36). DHEA und DHEAS stehen durch Sulfotransferasen und Sulfatasen im Gleichgewicht. Während DHEA einer Tagesrhythmik folgt, ist DHEAS aufgrund seiner langen Halbwertszeit kaum Schwankungen unterworfen und bleibt auch langfristig bei deutlichen interindividuellen Unterschieden stabil (51). Eine Einzelmessung des DHEAS im Serum erlaubt mit großer Sicherheit die Feststellung eines erniedrigten DHEA und DHEAS.
Letztlich besteht kein Zweifel, dass im Vergleich zur Hormonsekretion der dritten Lebensdekade die Produktion von Wachstumshormon bei fast allen älteren Menschen versiegt, DHEA bei vielen, jedoch nicht allen Älteren niedrig ist, und die Melatoninproduktion parallel zum Altern abnimmt. Ob diesen im Vergleich zu jungen Menschen erniedrigten Hormoninkretionen ursächliche Bedeutung für den Alterungsprozess allgemein oder spezielle Defizite zukommt, ist noch weitgehend unbekannt. Die Beantwortung dieser Frage gelingt in erster Linie durch Studien, die klären, inwieweit eine Therapie zur Wiederherstellung jugendlicher Hormonkonzentrationen günstige Effekte auf die Lebensqualität, Morbidität oder Mortalität älterer Menschen hat.
Wachstumshormon
gegen das Altern?
Wachstumshormon (GH) weist neben der das Längenwachstum fördernden Wirkung im Kindesalter auch beim Erwachsenen zahlreiche wichtige Stoffwechselfunktionen auf. Die übergeordnete Bedeutung liegt in der Bereitstellung und Mobilisation von Energie- und Leistungsreserven. GH wirkt lipolytisch durch die Mobilisation von Fettsäuren aus dem Fettgewebe. GH senkt das Serum-Cholesterin, insbesondere das LDL-Cholesterin, durch die Stimulation hepatischer LDL-Rezeptoren. Als Insulinantagonist wirkt es glukoneogenetisch, hemmt die Glykogensynthese und erhöht so die Konzentration des Blutzuckers. Es wirkt in zahlreichen Geweben anabol und fördert den Muskel- und Knochenaufbau. Ferner steigert es die glomeruläre Filtrationsrate und die myokardiale Leistung. Die anabolen Effekte von GH werden erfolgreich in der Tiermast genutzt und im Leistungssport missbräuchlich eingesetzt.
Ein Teil der Effekte von GH wird durch IGF-1 vermittelt, das in der Leber unter dem Einfluss von GH produziert wird und seine Wirkungen ubiquitär entfaltet. Ferner bilden zahlreiche Gewebe basal und GH-stimuliert IGF-1, das dann unmittelbar vor Ort autokrine und parakrine Wirkungen entfalten kann.
Die gentechnologische Herstellung von humanem GH ermöglicht seit etwa zwölf Jahren auch die Substitution Erwachsener mit hypophysär bedingtem GH-Mangel. Hier zeigt sich, dass trotz optimaler Behandlung anderer Hypophyseninsuffizienzen Defizite der Knochendichte, der renalen und kardialen Funktion, des Fettstoffwechsels und der körperlichen Leistungsfähigkeit aufgrund reduzierter Muskel- und vermehrter Fettmasse bestehen, die durch eine Substitution mit GH deutlich gebessert oder beseitigt werden (10). Daher ist GH heute bei vielen Erwachsenen mit Hypophysenvorderlappeninsuffizienz fester Bestandteil der Substitutionstherapie (12, 48). Da die Symptomatik junger Erwachsener mit hypophysärem GH-Mangel denen des Alterns ähnelt (unter anderem Abnahme von Knochen- und Muskelmasse, Zunahme der Fettmasse, eingeschränkte renale und kardiale Funktion), lag es nahe, auch gesunde ältere Menschen mit GH zu behandeln.
Aufsehen erregte die erste nicht placebokontrollierte unverblindete Halbjahresstudie, bei der zwölf gesunde Männer im Alter von 61 bis 73 Jahren 0,03 mg GH/kg Körpergewicht dreimal pro Woche erhielten. Mit einer signifikanten Zunahme der fettfreien Körpermasse um 3,7 kg, die im Wesentlichen aus Muskulatur besteht und einer Abnahme der Fettmasse um 2,4 kg war der altersübliche Verlauf der Körperzusammensetzung umgekehrt worden. Ferner stieg die Knochendichte im Bereich der lumbalen Wirbelkörper gering, aber signifikant von 1,23 ± 0,12 g/cm3 auf 1,25 ± 0,13 g/cm3 an. An anderen Messorten blieb die Knochenmasse unverändert. Zahlreiche weitere Parameter (wie Lipidstoffwechselwerte, echokardiographische kardiale Funktion) änderten sich nicht.
Die Fortführung dieser Studie mit 50 Männern und einer Therapiedauer von zwölf Monaten bestätigte die günstigen Effekte auf die Zunahme der Muskelmasse mit spiegelbildlicher Abnahme der Fettmasse, allerdings traten zahlreiche Nebenwirkungen auf (11). 27 der 50 Männer beendeten die Studie vorzeitig wegen Karpal-Tunnel-Syndrom, Gynäkomastie oder Entwicklung eines Diabetes mellitus. Daten zur Knochendichte wurden nicht mehr berichtet (11, 44). Weitere Studien bestätigten bei ähnlicher Dosis die hohe Nebenwirkungsrate ohne zusätzliche klinisch nützliche Effekte zu liefern (21, 59). Eine Enttäuschung war die Beobachtung, dass trotz der Zunahme der Muskelmasse kein funktioneller Nutzen für ältere Männer (Ergometrie, Messung der Muskelkraft, Lungenfunktionsprüfung sowie psychologische und kognitive Tests) nachweisbar war (Grafik 1) (38). Andere Studien bestätigten diese Beobachtung und zeigten, dass eine GH-Therapie die günstigen Effekte von körperlichem Training nicht weiter verbessert (50, 60). Ferner konnten bisher auch keine klinisch relevanten immunologischen oder antiinfektiösen Effekte nachgewiesen werden (9). Dies war vielleicht auch nicht zu erwarten, da Menschen mit angeborenem GH-Mangel keine Zeichen eines Immundefektes und keine erhöhte Infektanfälligkeit aufweisen (28).
Auch der initial viel versprechende Versuch, die anabolen Wirkungen von GH bei unterernährten, gebrechlichen alten Patienten zu nutzen, ist wegen teilweise gefährlicher Nebenwirkungen (Blutdruckabfall, Hepatitis) nicht weiter verfolgt worden (49).
Wegen der günstigen Reduktion der Fettmasse durch GH wurde untersucht, ob die GH-Therapie sich positiv auf das metabolische Syndrom bei Männern auswirkt. Während ein 14-tägiges Pilotprojekt keine relevanten Effekte ergab (37), zeigte eine neunmonatige randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 16 adipösen Männern im Alter von 48 bis 66 Jahren, die täglich 9,5 µg GH/kg Körpergewicht erhielten, trotz unverändertem Bodymass-Index und fettfreier Körpermasse eine deutliche Abnahme der Fettmasse, insbesondere des intraabdominalen viszeralen Fettgewebes um 18 Prozent. Im Gegensatz zu anderen Studien wurde im euglykämischen, hyperinsulinämischen Glucoseclamp (gleichzeitige Infusion von Insulin und Glucose mit dem Ziel, die Plasmaglucose konstant zu halten) eine Verbesserung der Insulinsensitivität festgestellt. Ferner zeigten sich Verbesserungen des diastolischen Blutdrucks, des Serumcholesterins und der Triglyzeride (25). Die Ergebnisse dieser Studie wurden bisher nicht durch weitere Untersuchungen bestätigt.
Unter Studienbedingungen wurden weniger als 200 ältere Personen über Zeiträume von einer Woche bis zwölf Monate mit GH behandelt, sodass nur geringe Therapieerfahrung besteht. Die langfristigen Folgen einer GH-Therapie sind damit noch weitgehend unklar. Patienten mit einem Überschuss an Wachstumshormon (Akromegalie) entwickeln signifikant häufiger Malignome des Gastrointestinaltrakts (16). Ob GH und IGF-1 als Wachstumsfaktoren ruhende präklinische Foci maligner Zellen im Gastrointestinaltrakt oder in anderen Geweben zum Wachstum anregen, ist bisher nicht ausreichend untersucht.
Dehydroepiandrosteron und Androstendion
Die physiologische Rolle von DHEA ist erst in den letzten Jahren klarer geworden. Tumorpräventive, antidiabetische, immunstimulierende Wirkungen von DHEA, die im Tierversuch nachgewiesen wurden, können nicht auf den Menschen übertragen werden, da extrem unphysiologische Dosierungen eingesetzt wurden und sich Regulation und Sekretion von DHEA bei Primaten fundamental von der anderer Versuchstiere (Ratten, Mäuse) unterscheiden (15).
DHEA muss als zirkulierendes Prohormon angesehen werden, aus dem in der Körperperipherie zahlreiche Steroidhormone wie Testosteron, Östron, Östradiol, Dihydrotestosteron generiert werden (30). Die orale Gabe von DHEA führt bei Frauen zu einem signifikanten Anstieg von zirkulierendem Androstendion, Testosteron und Dihydrotestosteron (4). Bei Männern wurde eine Zunahme von Östron und 17-ß-Östradiol, nicht aber von Testosteron und Dihydrotestosteron beobachtet (3). Eine geschlechtsspezifische Metabolisierung von DHEA ist daher anzunehmen. Ein spezifischer nukleärer Rezeptor für DHEA ist bisher nicht nachgewiesen worden. Allerdings kann DHEA mit GABAA-Rezeptoren im ZNS interagieren (6). Da DHEA auch im zentralen Nervensystem synthetisiert werden kann, sind auch neurosteroidale Eigenschaften von DHEA anzunehmen, die nicht notwendigerweise nukleäre Rezeptoren erfordern.
Eine erste randomisierte kontrollierte Studie zeigte, dass 50 mg pro Tag DHEA über drei Monate bei älteren Männern und Frauen das Wohlbefinden verbesserte und die Verfügbarkeit von freiem IGF-1 erhöhte (34). Eine sechs Monate lang über der physiologischen Konzentration liegende Dosis von 100 mg ergab bei Männern eine Zunahme der Muskelkraft (33). Bei Frauen mit Nebennierenrinden- (NNR-)Insuffizienz und damit völligem Verlust der endogenen DHEA-Sekretion führte die Substitution mit 50 mg pro Tag DHEA über vier Monate zu einer eindeutigen Verbesserung der zuvor eingeschränkten Befindlichkeit und Sexualität (Grafik 2). Insbesondere Depressivität und Ängstlichkeit wurden durch DHEA verringert, sodass eine physiologische anxiolytische und antidepressive Funktion von DHEA bei Frauen anzunehmen ist (2). Eine Besserung des Befindens durch 50 mg pro Tag DHEA oral wurde aber auch für Männer mit NNR-Insuffizienz berichtet (22). Passend zu diesen Ergebnissen beobachten Bloch et al. (8) bei Männern und Frauen mittleren Alters mit dysthymer Verstimmung eine deutliche Abnahme der Depressivität durch 50 mg DHEA pro Tag. Außerdem zeigte sich die antidepressive Wirkung von DHEA auch bei Patienten mit endogener Depression, die mehrere Wochen lang 100 mg DHEA pro Tag erhielten (34).
Im Gegensatz zu diesen Beobachtungen blieb DHEA (50 mg/Tag) über vier Monate bei gesunden älteren Männern zwischen 50 und 70 Jahren mit niedrigem endogenen DHEA wirkungslos. Allerdings zeigten die Studienteilnehmer initial auch keine klare Beeinträchtigung ihres Befindens. Diese Ergebnisse decken sich mit anderen Studien an älteren Männern, bei denen sich das Befinden durch 50 mg DHEA pro Tag ebenfalls nicht verbesserte (19). Damit lassen sich wichtige Schlussfolgerungen ziehen. Altersabhängig niedriges DHEA ist nicht zwingend mit einer Einschränkung der Befindlichkeit assoziiert. DHEA scheint in der Lage, bei gestörtem Wohlbefinden antidepressiv und anxiolytisch zu wirken, bei normaler Befindlichkeit wird dagegen eine weitere Verbesserung des Befindens nicht zu erreichen sein. Die Gabe von DHEA sollte sich somit nicht primär an der altersabhängig niedrigen endogenen Hormonsekretion, sondern am Beschwerdebild orientieren. Die Verbesserung der Sexualität, die bei Frauen mit NNR-Insuffizienz durch DHEA erreicht wurde und vermutlich auf der Erhöhung der zirkulierenden Androgene beruht, wurde jetzt auch für über 70 Jahre alte Frauen bei einer Dosis von 50 mg DHEA pro Tag nachgewiesen. Bei dieser Studie wurde initial keine DHEA-Erniedrigung zum Studieneinschluss gefordert (7). Vergleichbare Befunde bei älteren Männern fehlen noch. Allerdings konnte gezeigt werden, dass 50 mg DHEA täglich bei älteren Männern eine erektile Dysfunktion und so auch die Sexualität verbessern kann (43).
Bezüglich der kurzfristigen Nebenwirkungen erscheint DHEA wenig problematisch. Bei Männern mit HIV-Infektion wurde mehr als das 40-Fache (2,25 g/Tag) einer Substitutionsdosis über mehrere Monate ohne gravierende Nebenwirkungen eingesetzt (17). Bei Frauen werden Symptome des Androgenexzesses (Hirsutismus, Akne, Haarausfall) beobachtet, die bei Dosisreduktion bisher reversibel waren. Da DHEA peripher in hochpotente Sexualsteroide metabolisiert wird, ist denkbar, dass hormonabhängige Tumoren in ihrem Wachstum durch DHEA beeinflusst werden können. Dies wird durch einen Einzelfall eines Patienten mit Prostatakarzinom beleuchtet, der androgenablativ behandelt worden war. Unter der Einnahme einer sehr hohen DHEA-Dosis (> 10faches der Substitutionsdosis) kam es zu einem Rezidiv des Prostatakarzinoms (26). Zur Bewertung des therapeutischen Potenzials und der Risiken von DHEA im höheren Lebensalter sind daher weitere langfristige Studien zu fordern.
Androstendion ist im Vergleich zu DHEA bisher kaum untersucht. Da Androstendion ebenfalls in der Körperperipherie in aktive Sexualsteroide umgewandelt werden kann, könnte das Wirkprofil in Teilen dem des DHEA entsprechen. Tatsächlich konnte unter Gabe von Androstendion eine Erhöhung des Östradiols bei jungen Männern nachgewiesen werden (5). Die in der Laienpresse propagierte muskelanabole Wirkung von Androstendion (300 mg pro Tag) ist in kontrollierten Studien bisher nicht bestätigt (29, 39). Unter hohen Dosen Androstendion war eine Erhöhung der Testosteronkonzentrationen im Einzelfall induzierbar (31). Aufgrund fehlender langfristiger Studien ist das Nebenwirkungspotenzial von Androstendion unbekannt, jedoch ist die Beeinflussung hormonabhängiger Tumoren denkbar. Es ist ein Fallbericht über Priapismus bei einem jungen Mann, der Androstendion zur Leistungssteigerung eingenommen hat, bekannt (27).
Wirkungen von
Melatonin
Die zentrale physiologische Funktion von Melatonin liegt in der Vermittlung von Informationen des äußeren Tagesrhythmus an das endokrine System. Rezeptoren für Melatonin finden sich mit hoher Dichte am Nucleus suprachiasmaticus, der die zirkadiane Rhythmik mitbestimmt (58). Im Zusammenspiel zwischen dem Pinealorgan und dem N. suprachiasmaticus werden viele zirkadiane endokrine und physiologische Prozesse mit der Umwelt synchronisiert (46). Folglich sind die diurnalen Verläufe von Melatonin und anderen Hormonen (Prolaktin, LH), zumindest beim Mann, korreliert (32). Inwieweit die versiegende Melatoninproduktion für die Hormondefizite des älteren Menschen verantwortlich ist, zum Beispiel auch dem GH-Mangel, ist derzeit unklar.
Da Melatonin als „Bote der Nacht“ (40) ausschließlich während des Schlafs sezerniert wird, wurde schon seit längerem spekuliert, ob das Hormon den Schlaf steuert. Parallel zur im Alter abnehmenden Melatoninproduktion nehmen Schlafstörungen zu. Tatsächlich zeigen immer mehr Untersuchungen bei alten Männern, dass durch abendliche Melatoningaben die Zeit bis zum Einschlafen erheblich verkürzt und die Schlafdauer verlängert wird, ohne dass es zu Veränderungen des Schlafprofils kommt (20, 57, 61). Hervorzuheben ist, dass die Wirkungen von Melatonin auf einem Mechanismus beruhen, der deutlich von dem der etablierten Schlafmittel zu unterscheiden ist: Dem Organismus wird vermittelt, dass jetzt Schlafenszeit ist. Weiterhin können die endokrinen und physiologischen Parameter von Blinden, bei denen viele zirkadiane Rhythmen vom Tagesverlauf entkoppelt sind und oft mit circa 26 Stunden „freilaufen“, durch abendliche Melatoningaben synchronisiert werden (45, 46). Von erheblicher klinischer Bedeutung sind auch Befunde, nach denen die erheblichen, auch die Familie belastenden Schlafstörungen epileptischer und geistig retardierter Kinder durch Melatonin drastisch verringert werden können (18) (Grafik 3). Ferner übt Melatonin günstige Effekte auf den Jetlag aus (1).
Die letztgenannten Befunde machen deutlich, dass die Einnahme von Melatonin zur falschen Tageszeit möglicherweise gravierende und zum Teil nicht vorhersehbare Nebenwirkungen nach sich zieht: die schlafinduzierende Wirkung zur falschen Zeit kann fatale Unfallfolgen haben. Folgerichtig hat die European Pineal Society (EPS) von einer Einnahme von Melatonin ohne ärztliche Betreuung eindringlich abgeraten.
Abgesehen von den Wirkungen von Melatonin auf die Synchronisation diurnaler Prozesse hat die Substanz zweifelhafte Berühmtheit als „Jungbrunnen“ errungen, da sie sich in Experimenten mit chemischen Substanzen und an Zellkulturen als potenzieller Radikalfänger erwiesen hat (41, 42). Insbesondere das äußerst schädliche Hydroxylradikal (OH.), das auch für Schäden an der DNA verantwortlich ist und Malignome auslösen kann, wird durch Melatonin in vitro neutralisiert. Ob diese interessante Eigenschaft des Moleküls jedoch auch in vivo und in physiologischen Konzentrationen beim Menschen wirkt, ist unbekannt. Die unkritische und längerfristige Einnahme von Melatonin kann nach der aktuellen Datenlage nicht empfohlen werden.
Zusammenfassende Beurteilung
Die bisher nur wenigen und kurzfristigen Studien zum Einsatz von GH bei älteren Männern zeigen übereinstimmend mit einer Zunahme der Muskel- und Abnahme der Fettmasse günstige Auswirkungen auf die Körperzusammensetzung. Ein klinisch relevanter funktioneller Nutzen, beispielsweise Zunahme von Muskelkraft oder Senkung der Frakturrate, wurde aber nicht belegt. Der Einsatz von GH beim metabolischen Syndrom hat günstige Veränderungen von Laborparametern ergeben. Ob auch klinisch relevante Endpunkte günstig beeinflusst werden, ist unbekannt. Ältere Menschen reagieren sehr empfindlich auf GH mit dosisabhängigen Nebenwirkungen. Die langfristigen Folgen im Hinblick auf die Entwicklung von Malignomen sind gänzlich unbekannt. Daher muss der Einsatz von GH in der Somatopause derzeit klinischen Studien vorbehalten bleiben (14, 47, 55).
Die in den letzten Jahren vorgelegten Studien zum DHEA lassen jetzt erstmals ein therapeutisches Potenzial (Verbesserung von Lebensqualität, Sexualität) für dieses Steroidhormon erkennen, das durch weitere, umfassendere Studien abgesichert werden muss. Schon jetzt ist klar, dass bei der Therapie mit DHEA beim älteren Mann ein niedriger Hormonspiegel keinesfalls ein hinreichender Behandlungsanlass sein kann. Die Beeinflussung von Altersvorgängen beim Menschen durch DHEA bleibt derzeit spekulativ. Zur Therapie mit Androstendion fehlt bis jetzt jede wissenschaftliche Basis. Auch zum Melatonin gibt es keine einzige Studie, die seinen Nutzen in der Verzögerung von Alterungsprozessen oder gar deren Umkehr belegt, wohl aber gute Hinweise, dass es auf physiologische Weise Schlaf induzierende Wirkungen ausübt. Sollte dies in weiteren Studien bestätigt werden, ergeben sich hieraus therapeutische Konsequenzen für die Behandlung von Schlafstörungen im Alter.
Damit zeigt die derzeitige Datenlage eindeutig, dass bei einem sich andeutenden therapeutischen Potenzial der aufgeführten Hormone die Risiken für den Einsatz im Alter berücksichtigt werden müssen. Das noch spärliche gesicherte Wissen steht in einem eklatanten Gegensatz zu den vielfältigen Versprechungen, die nicht zuletzt von den Medien an eine stark interessierte Öffentlichkeit weitergegeben werden. Der freie Zugang zu hochwirksamen Hormonen, an die die Patienten leicht über das Internet gelangen und die in den USA teilweise in Drogerien frei erhältlich sind, öffnet dem unkontrollierten Missbrauch auch in Deutschland die Tür. Wegen fehlender Patentierbarkeit vieler dieser Hormone ist das Interesse der pharmazeutischen Industrie an klinischen Studien gering. Die dringend notwendige Klärung von Nutzen und Risiken dieser Hormone für das gesunde Altern durch prospektive kontrollierte Studien wird damit zu einer Aufgabe der öffentlichen Forschungsförderung. Die aktuellen Konflikte um die postmenopausale Hormonsubstitution der Frau und ihre Risiken zeigen eindeutig, dass zur zuverlässigen Risikoabschätzung solche Studien frühzeitig erfolgen müssen.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 2041–2045 [Heft 31–32]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift für die Verfasser:
Priv.-Doz. Dr. med. Friedrich Jockenhövel
Klinik II und Poliklinik für Innere Medizin
Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Straße 9
50924 Köln
E-Mail: F.Jockenhoevel@Uni-Koeln.de
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