ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Ulzera im oberen Magen-Darm-Trakt: Schlusswort

MEDIZIN: Diskussion

Ulzera im oberen Magen-Darm-Trakt: Schlusswort

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2047 / B-1732 / C-1628

Forth, Wolfgang

zu dem Beitrag Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Olaf Adam Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Hans Dörfler Prof. Dr. med. Wolfgang Forth in Heft 13/2001
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LNSLNS Für die Autoren möchte ich mich für den Hinweis bedanken, dass der Ausdruck „Freihandverkauf“ nicht mehr gebräuchlich ist. In der Tat war die rezeptfreie Abgabe von Antacida in der Apotheke gemeint.
Wer je mit Sodbrennen (gibt es dieses Wort in einschlägigen Wörterbüchern?) zu tun hatte, weiß, was mit Übersäuerung gemeint ist. Jedenfalls ist der Magensaft zu sauer. Normalwerte anzugeben, dürfte schwierig sein: 60 Prozent der Bevölkerung zeigen in Ruhe einen pH-Wert von 6. Normal ist ein Magensaft nur dann, wenn er auf Provokation die Werte von pH 1 bis 2 erreicht.
Selbstverständlich muss ein Arzneimittel auch für die Selbstmedikation die behaupteten Wirkungen erbringen. Nur, wer kontrolliert das im Einzelfall? Diese Medikamente werden ohne Kontakt mit einem Arzt gekauft und eingenommen. Sie bringen soweit auch dem einzelnen Betroffenen, wenigstens für einige Zeit, Erleichterung. Außerdem empfehlen wir die Lektüre eines modernen Gastroenterologie-Lehrbuchs. Der Antacidafilm, der sich über die Schleimhaut legt, bringt dem Patienten Erleichterung; auch bei einer beginnenden Gastritis!
Ich möchte noch auf die hier nicht angesprochene Psychotherapie eingehen. Ja, es gab bei einschlägigen Fällen Erleichterung der Magenbeschwerden, aber erst nach der Scheidung. Auch hier werden Protonenpumpenhemmer gute Wirkungen entfalten: Ohne Scheidung!

Prof. Dr. med. Wolfgang Forth
Kolpingstraße 54
80638 München

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