ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Bisoprolol: Besonders Frauen profitieren von der Betablockade

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Bisoprolol: Besonders Frauen profitieren von der Betablockade

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2050 / B-1663 / C-1552

EB

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LNSLNS Frauen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz haben bei Therapie mit dem Betablocker Bisoprolol eine deutlich bessere Prognose als Männer, wie eine weitere Analyse der CIBIS-II-Studie ergeben hat. Die „Cardiac Insufficiency Bisoprolol Study II“ untersuchte die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Risikoprofil und in der Mortalität der Patienten. Bisher war unklar, ob bei chronischer Herzinsuffizienz auch das Geschlecht der Patienten die Prognose beeinflusst.
Die Studienteilnehmer wiesen Unterschiede im Risikoprofil (Alter, NYHA-Stadium IV, höherer systolischer Blutdruck, häufiger Linksschenkelblock) auf. Allerdings hatten die Frauen seltener geraucht, und sie litten im Vergleich zu den Männern seltener an einer ischämisch bedingten Herzinsuffizienz. Zudem wurden sie signifikant seltener mit ACE-Hemmern, Amiodaron oder Acetylsalicylsäure behandelt. Bei der Verordnung von Digitalis, Diuretika und Nitraten bestand kein Unterschied.
Während des Beobachtungszeitraumes von 1,3 Jahren starben 16 Prozent der männlichen Patienten, aber nur zehn Prozent der Patientinnen. Ohne Berücksichtigung der Therapieunterschiede war bei den Frauen die Gesamtmortalität um 36 Prozent, die kardiovaskuläre Mortalität um 36 Prozent und die durch Herzversagen bedingte Mortalität um 70 Prozent niedriger. Bei allen Risiko-Variablen hatten Frauen eine bessere Prognose als Männer.
Unter Berücksichtigung der Bisoprolol-Therapie wurden die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Mortalität noch deutlicher. Mit einer Sterblichkeit von sechs Prozent hatten die mit Bisoprolol (Concor® COR, Merck KGaA) behandelten Frauen eine signifikant bessere Prognose als die entsprechend therapierten Männer. Dagegen war der geschlechtsspezifische Unterschied in der Placebo-Gruppe nicht signifikant: Hier starben 13 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer. EB
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