ArchivDeutsches Ärzteblatt39/1996Thüringen: Honorarverhandlungen gescheitert

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Thüringen: Honorarverhandlungen gescheitert

Wiehl

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LNSLNS ERFURT. Die Ersatzkassenverbände in Thüringen und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen haben die Verhandlungen über den Honorarvertrag für das Jahr 1996 nach drei Verhandlungsrunden ergebnislos abgebrochen. Die KV wird nun das Schiedsamt anrufen.Der Hauptgeschäftsführer der KV Thüringen, Udo Sydow, kritisierte, daß die Ersatzkassenverbände nur Spielraum nach unten sähen und die zugesagte Angleichung des Honorarniveaus der Kassenärzte in den neuen Bundesländern an das Westniveau nicht einhalten wollten. Tatsache sei, daß die Beitragseinnahmen der Thüringer Ersatzkassen bei 77 Prozent von denen vergleichbarer Westkassen lägen, die Ausgaben je Mitglied für die ambulante ärztliche Behandlung aber nur bei 67 Prozent des Westwertes.Nicht einmal die Anpassung an den Grundlohnsummenanstieg, auf den sich die Spitzenverbände der Krankenkassen bereits am 5. März 1996 geeinigt hatten, wollten die Ersatzkassen gewähren. Die Forderungen der Kassenärzte nach Berücksichtigung der Mitgliederzunahme der Ersatzkassen bei laufenden Honorarvorauszahlungen würden ebenso abgelehnt wie die Vorschläge, Akupunktur-Behandlungen und häusliche onkologische Pflege neu in den Leistungskatalog aufzunehmen und entsprechend zu vergüten. Wiehl

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