VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2054 / B-1775 / C-1651

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LNSLNS Prof. Dr. med. Horst Noelle, Internist, Facharzt für Neurologie, ab 1968 Chefarzt in Bremerhaven, starb am 14. Mai im Alter von 77 Jahren.
Der aus Wilhelmshaven stammende Arzt und Wissenschaftler Horst Noelle absolvierte sein Medizinstudium in Berlin und in Würzburg. Das Studium wurde durch Fronteinsatz und anschließende Kriegsgefangenschaft unterbrochen. Seine Weiterbildungsstationen durchlief er in Bremerhaven, Kiel und in Gießen. Er hat die Neurologische Intensivstation an der Universität Gießen tatkräftig mitaufgebaut. 1968 kehrte er als Chefarzt nach Bremerhaven zurück. Diese Klinik umfasste bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1989 180 Betten. Intensiv kooperierte er mit anderen Fachabteilungen, insbesondere mit der Radiologie und Pathologie.
Professor Noelle, im Wesentlichen den Ernährungswissenschaften zugeneigt, wurde über seinen engeren Wirkungskreis hinaus in der Fachwelt durch die Propagierung der „Makrelen-Diät“ für Koronarkranke bekannt. Er hatte als einer der ersten im deutschen Sprachraum die gefäßprotektive Wirkung der Omega-3-Fettsäuren und insbesondere der Eicosapentaensäure im Fischöl erkannt. TW

Prof. Dr. med. Platon Petrides, Düsseldorf, ehemaliger langjähriger Direktor der Inneren Abteilung des Evangelischen Bethesda-Krankenhauses (Duisburg), starb am 17. Mai im Alter von 89 Jahren.
Petrides, aus Wien stammend, erhielt 1938 die Approbation als Arzt. 1946 schloss er seine Weiterbildung zum Internisten ab. 1951 wurde er Oberarzt an der I. Medizinischen Klinik der Medizinischen Akademie Düsseldorf, wo er 1955 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde. 1956 wurde ihm die Leitung der Inneren Abteilung des Bethesda-Krankenhauses in Duisburg übertragen. 1979 ließ er sich in Duisburg als Internist nieder. Petrides zählte zu den führenden Diabetologen in Deutschland. Für seine Aktivitäten in der ärztlichen Fortbildung zeichnete ihn die Bundes­ärzte­kammer mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette aus.

Prof. Dr. med. habil. Hellmuth Kleinsorge, Internist, Klinischer Pharmakologe, ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Medizinisch-Pharmazeutischen Studiengesellschaft e.V. (MPS)/Paul-Martini-Stiftung (PMS), Neustadt an der Weinstraße, starb am 7. Juli im Alter von 81 Jahren.
Der aus Bonn stammende Arzt und Wissenschaftler habilitierte sich im Fach Innere Medizin und wurde 1953 zum Professor an der Universität Jena ernannt. 1956 ist er auf einen Lehrstuhl für Innere Medizin berufen worden. 1970 wurde er zum Honorarprofessor an der Klinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg berufen. Seit 1969 wirkte Kleinsorge als Leiter der Medizinischen Forschung der Firma Knoll Deutschland GmbH in Ludwigshafen/Rhein. 1981 wechselte er in die Geschäftsführung der MPS nach Mainz.
In zahlreichen Gremien in Wissenschaft, Politik und in Berufsverbänden hatte sich Kleinsorge engagiert. Er war Gründungsmitglied des Marburger Bundes (1947) und war Mitglied in den Ausschüssen des Marburger Bundes und des Hartmannbundes für Arznei- und Heilmittel-fragen. Auch in der ärztlichen Fortbildung hat er sich engagiert. Die Bundes­ärzte­kammer ehrte ihn 1980 dafür mit der Verleihung der Ernst-von-Bergmann-Plakette. Der Marburger Bund ehrte ihn mit dem Ehren-Reflexhammer. Kleinsorge war Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für ärztliche Hypnose und Autogenes Training e.V., der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie e.V. und der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Stoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen e.V. Prof. Kleinsorge hat mehr als 400 Arbeiten veröffentlicht. EB
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