ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2001Neue Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur photodynamischen Therapie am Augenhintergrund

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Neue Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur photodynamischen Therapie am Augenhintergrund

Dtsch Arztebl 2001; 98(31-32): A-2056 / B-1740 / C-1636

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LNSLNS Der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen hatte in seiner Sitzung am 16. Oktober 2000 beschlossen, die photodynamische Therapie mit Verteporfin bei altersabhängiger feuchter Makuladegeneration mit subfoveolärer klassischer chorioidaler Neovaskularisation als neue Behandlungsmethode in der vertragsärztlichen Versorgung anzuerkennen. Die Einführung einer entsprechenden Leistung in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) wurde an die Voraussetzung geknüpft, dass zeitgleich eine Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung nach § 135 Abs. 2 SGB V in Kraft tritt. Hinsichtlich der Inhalte der Qualitätssicherungsregelungen wurden eingehende Empfehlungen abgegeben (s. Deutsches Ärzteblatt, Heft Nr. 4, 26. Februar 2001).
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben auf der Grundlage dieser Empfehlungen die nachstehend abgedruckte Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur photodynamischen Therapie am Augenhintergrund gemäß § 135 Abs. 2 SGB V getroffen. Die Vereinbarung tritt am 1. August 2001 zeitgleich mit der Einführung der Nr. 1250 des EBM in Kraft
(s. Deutsches Ärzteblatt, Heft Nr. 30,
27. Juli 2001).
Die Ausführung und Abrechnung der Nr. 1250 des EBM wird mit der Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung unter einen Genehmigungsvorbehalt gestellt. Die Genehmigung wird auf Antrag des Arztes durch die zuständige Kassenärztliche Vereinigung dann erteilt, wenn die festgelegten Voraussetzungen an die fachliche Befähigung des Arztes (§ 4) und an die apparative Ausstattung des Lasergerätes (§ 5) erfüllt und nachgewiesen wurden.
In der Vereinbarung ist des Weiteren die Verpflichtung festgelegt, die Indikation und Durchführung der photodynamischen Therapie am Augenhintergrund ausreichend zu dokumentieren. Hierzu sind spezifische Anforderungen an die schriftliche und bildliche Dokumentation definiert worden (§ 6).
Zur Sicherung der Qualität der Indikationsstellung werden durch die Kassenärztliche Vereinigung Überprüfungen durchgeführt (§ 7). Hierzu werden jährlich vom Arzt die Dokumentationen einer bestimmten Anzahl von abgerechneten Fällen angefordert und anhand von definierten Kriterien bewertet. Werden hierbei wiederholt Abweichungen festgestellt, ist vorgesehen, dass die Genehmigung zur weiteren Leistungserbringung von der erfolgreichen Teilnahme an einem Kolloquium bei der Kassenärztlichen Vereinigung abhängig gemacht wird.
Für Vertragsärzte bestehen Übergangsregelungen im Hinblick auf den Nachweis der fachlichen Befähigung (§ 10).
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