ArchivDeutsches Ärzteblatt39/1996Giftinformationszentrum legt Jahresbilanz vor

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Giftinformationszentrum legt Jahresbilanz vor

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LNSLNS DRESDEN. Das Gemeinsame Giftinformationszentrum in Erfurt (GGIZ), das seit 1. Januar 1994 für Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die telefonische Beratung bei schweren Vergiftungsfällen übernommen hat, hat seinen Jahresbericht 1995 vorgelegt. Danach erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr die Zahl der Anfragen um 13 Prozent auf fast 6 000.Allein zirka 2 000 Anrufe im Jahr (rund 30 Prozent aller Anfragen) erreichten das GGIZ aus dem Freistaat Sachsen. Dieser Prozentsatz entspricht ungefähr dem Bevölkerungsanteil Sachsens am Einzugsgebiet des Zentrums. Die meisten Anfragen (rund 51 Prozent) wurden aus Kliniken an das GGIZ gestellt, gefolgt von Anrufen aus Arztpraxen (etwa 16 Prozent) sowie von Privatpersonen (zirka 14 Prozent). Die meisten Vergiftungen betrafen Vorfälle mit Arzneimitteln (51 Prozent), Wasch- und Reinigungsmitteln (32 Prozent) und giftigen Pflanzen (10 Prozent aller Fälle). Das Gemeinsame Giftinformationszentrum berät bei Vergiftungsfällen rund um die Uhr unter der Telefonnummer 03 61/ 73 07 30. WZ
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