ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2001Medizinischer Dienst: Warum Hausotter?

BRIEFE

Medizinischer Dienst: Warum Hausotter?

Dtsch Arztebl 2001; 98(33): A-2098 / B-1818 / C-1693

Gräbner, W.

Zum Beitrag „Zur Objektivität verpflichtet“ von Dr. med. Wolfgang Hausotter in Heft 23/2001:
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LNSLNS Musste man zunächst im Medizinischen Sachverständigen seine Abhandlung zur Begutachtung der Fibromyalgie lesen, dann kürzlich – mit wachsendem Verdruss – im DÄ zur Begutachtung im Rentenverfahren, sieht man sich jetzt mit einem neuen Machwerk aus der Feder des (Haus)Meisters konfrontiert. Im gewohnt jovial-nichtssagenden Stil verbreitet er sich über den Medizinischen Dienst der Krankenkassen „im Spannungsfeld zwischen Auftraggeber, Versicherten, Leistungserbringern etc.“. Der Artikel enthält nichts, was sozialmedizinisch tätige Ärzte nicht schon seit Jahren wüssten. Womit hat die Ärzteschaft es verdient, im „Organ der Ärzteschaft“ über Selbstverständlichkeiten belehrt zu werden? Wer ist eigentlich Herr Hausotter? Was qualifiziert ihn, im DÄ sein „unendlich weises Larifari“ (F. Nietzsche) abzusetzen? Haben wir es mit einer Art Papst der Sozialmedizin zu tun, der ex cathedra in onkelhaft-pastoraler Attitüde sozialmedizinische Dogmen verkündet? Ich verstehe ja, dass Herr Hausotter im abgelegenen Sonthofen nicht die Möglichkeit hat, sich mitzuteilen, sich mal richtig auszusprechen. Aber warum macht er es ausgerechnet im DÄ? Wer, wie ich auch, die übrigen Werke aus seiner Trilogie des laufenden Fachsinns gelesen hat, wird die eingangs gestellte Frage „Warum Hausotter?“ mit Herbert Grönemeyer beantworten: „Aber der muss es doch nun wirklich nicht sein.“ Dr. med. W. Gräbner, Brühlhof 2, 67737 Frankelbach
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