ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2001Palliativkongress: Frage nach Kompetenz

BRIEFE

Palliativkongress: Frage nach Kompetenz

Dtsch Arztebl 2001; 98(33): A-2100 / B-1819 / C-1694

Eichstaedt, Wolfgang

Zu dem Medizinreport „Plädoyer für einen einfühlsamen Umgang mit inkurablen Patienten“ von Dr. med. Uwe Junker in Heft 25/2001:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS „ . . . Die Teilnehmer lehnten nachdrücklich jede Form aktiver Sterbehilfe als Eingeständnis ärztlicher Inkompetenz in den Bereichen Schmerztherapie, Symptomkontrolle und psychologischer Führung ab.“ Recht so und einverstanden ohne Polemik. Wer kann da wirklich kompetent sein? Warum nicht gleiche Einsicht in unser aller Inkompetenz (nicht nur der Mediziner) bei der PID oder PND beziehungsweise Embryonenadoption oder gar den Problemen durch das in den USA wohl schon geübte „Creating family“ – ganz abgesehen von ethisch-moralischen Grenzen: Wird es ein Heer von „Eskimos“ bei/nach Implantation in Leihmütter geben, oder was ist mit den seelischen Problemen von Adoptivkindern? Suchende sind die „normalen Adoptivkinder“ auch so schon, manchmal wie Ausgestoßene sich fühlend – wissen davon die „Baby-Macher“? Wir lehnen aktive Sterbehilfe aus Gründen der Inkompetenz ab, dagegen fühlen sich manche genügend kompetent, Samen und Eizelle zu neuem Leben zu „zwingen“. Wie passt das zusammen? Liegt die Kompentenz der PID-Mediziner und PND-Befürworter daran, dass Sterbende im Gegensatz zu Ungeborenen/Neugeborenen keine „Gesundheitswirtschaft“ mehr vor sich – höchstens hinter sich gebracht haben? Dr. med. Wolfgang Eichstaedt, 88171 Simmerberg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema