ArchivDeutsches Ärzteblatt33/2001Fahrtenbuch: Urteil im Sinne der Ärzte

VARIA: Wirtschaft

Fahrtenbuch: Urteil im Sinne der Ärzte

Dtsch Arztebl 2001; 98(33): A-2126 / B-1803 / C-1698

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LNSLNS Ein Freiberufler kann die Kosten für ein geschäftlich genutztes Auto nur nach Abzug der Kosten für Privatfahrten geltend machen. Das Verhältnis der privaten zu den betrieblichen Fahrten kann er durch ein Fahrtenbuch nachweisen. Legt er dem Finanzamt kein Fahrtenbuch vor, wird die Behörde den Privatanteil mit monatlich einem Prozent des inländischen Listenpreises ansetzen. Folgende Angaben sind zwingend: Datum und Kilometerstand, Reiseziel, Reisezweck und aufgesuchte Geschäftspartner. Allerdings werden für verschiedene Berufsgruppen Erleichterungen gewährt. In diesem Zusammenhang hat die Oberfinanzdirektion München in einer Verfügung vom 18. Januar 2001 (S 2145 – 20 St 41/42) darauf hingewiesen, dass nur derjenige das Fahrtenbuch vorlegen muss, der dazu aufgefordert wird. Das Finanzamt darf die Vorlage des Fahrtenbuches nur verlangen, wenn Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der Eintragungen bestehen und die Zweifel nicht anders ausgeräumt werden können. Bei Berufsgeheimnisträgern, also insbesondere bei Ärzten, reicht neben der Angabe des Datums, des Kilometerstandes und des Zielortes grundsätzlich die Angabe „Patientenbesuch“ als Reisezweck aus. Voraussetzung ist, dass Name und Adresse des Patienten in einem getrennt geführten Verzeichnis festgehalten werden. Gegen ein solches Verfahren bestehen keine Bedenken, wenn Fahrtenbuch und Patientenverzeichnis ohne großen Aufwand zusammengeführt werden können. Die Vorlage des Verzeichnisses darf nur verlangt werden, wenn Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der Eintragungen im Fahrtenbuch bestehen. Auch ein elektronisches Fahrtenbuch wird anerkannt. SIS
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